CDU unterstützt Gleichstellungsarbeit für alle Geschlechter

CDU unterstützt Gleichstellungsarbeit für alle Geschlechter
17.06.2022
Constanze Mucha, Aletta Mansheim, Philipp Thämer

Die Fraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben diese Woche im Gleichstellungsausschuss zwei wichtige Initiativen auf den Weg gebracht. Beschlossen wurde eine Prüfung, ob die stadteigenen Maßnahmen insbesondere zur beruflichen Förderung von Frauen auch für die städtischen Tochterfirmen in Frage kommen. Außerdem soll es demnächst im Ausschuss einen Fachvortrag über den „Zusammenhang von Frauenhass und rechtsextremen Ideologien am Beispiel der ‚Incels‘“ geben. Neben diesen Anträgen stellten CDU und GRÜNE eine Anfrage zum bundesweiten „Hilfetelefon Gewalt an Männern“. Im Berichtsteil der Sitzung wurde die Jungen- und Männerarbeit im neuen Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung vorgestellt. Die Spannweite der behandelten Themen verdeutliche, dass Schwarz-Grün die Lebenswelt von Frauen und Männern gleichermaßen im Blick habe, betont die Union. Ihre Gleichstellungspolitik richte sich an alle Geschlechter.

Ratsfrau Constanze Mucha, Vizevorsitzende im Ausschuss für Gleichstellung, unterstreicht: „Wir als CDU stärken die Gleichberechtigung von allen Menschen. So setzen wir uns dafür ein, dass auch bei den Beteiligungsgesellschaften und Tochterfirmen der Stadt Düsseldorf die Ziele der beruflichen Gleichstellung aller Geschlechter beachtet werden. Vor allem die Zahl weiblicher Führungskräfte möchten wir dort erhöhen. Das kann gelingen, wenn die Unternehmen bereit sind, die entsprechenden Fördermaßnahmen, Angebote oder Projekte der Stadtverwaltung auch bei sich zu übernehmen. Um den Prozess anzustoßen, soll die Stadt jetzt gemeinsam mit den Firmen die Umsetzung prüfen. Ziel ist, dass beide Seiten voneinander lernen können.

Das Thema Hass und Gewalt gegen Frauen und Mädchen wollen wir am Beispiel der sogenannten Incels beleuchten. Gemeint sind Männergruppen, die sich im Internet radikalisieren – aus Frust über ihr gestörtes Verhältnis zum weiblichen Geschlecht. Dabei sind die Übergänge von sexuellen zu rechtsextremen Gewaltphantasien fließend. Das zeigte sich beispielsweise beim Attentäter von Halle. In einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses werden wir hierzu einen Fachvortrag hören. Uns geht es darum, dieser zweifachen Radikalisierung von ‚Incels‘ – Frauen gegenüber und politisch – besser vorzubeugen.“

Hilfen für misshandelte Männer
Ratsfrau Aletta Mansheim, Mitglied im Ausschuss, erläutert: „Nicht zu vergessen: Auch Männer werden Opfer von häuslicher oder sexueller Gewalt. Das ergab die Antwort der Verwaltung auf unsere Anfrage zum Nothilfe-Telefon für misshandelte Männer. Dieses bundesweite Beratungsangebot entstand in Zusammenarbeit von NRW, Bayern und Baden-Württemberg. Aus Anonymitätsgründen liegen hier zwar keine Zahlen für Düsseldorf vor. Aber konkrete Daten für die Landeshauptstadt liefern die Männerberatungen des Vereins Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) und das zugehörige Gewaltschutzprojekt Freiraum. Im Jahr 2021 haben hier allein 76 Männer mit Wohnsitz in Düsseldorf mehrfach Beratungen erhalten. Wir als Politik begrüßen diese stabilisierende Arbeit, die den Betroffenen psychologische Hilfen an die Hand gibt, damit sie ihrer Opferrolle entkommen können.“

Städtischer Fachberater für Jungen und Männer
Ratsherr Philipp Thämer, ebenfalls Mitglied im Ausschuss, sagt: „Maßgeblich auf Initiative der CDU-Fraktion beschäftigt die Stadt seit Februar einen Fachberater für Jungen- und Männerthemen im neuen Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung. Oliver Hartmann hat uns jetzt über die Schwerpunkte seiner Tätigkeit berichtet. Er berät unter anderem gendersensibel Jungen, Männer und Fachkräfte, wirkt bei Bewerbungsverfahren mit und engagiert sich in überregionalen Netzwerken. Derzeit plant er eine Veranstaltung zum Internationalen Männertag am 19. November. Der Beratungsbedarf ist hoch – vor allem zu Elternzeit und Elterngeld für Väter. Denn Hartmann unterstützt Männer bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bei Jungen kümmert er sich in Kooperation mit Schulen und Ämtern um Fragen von Schulabbruch und Gewalterfahrung. Das zeigt uns, wie richtig und wichtig es aus gleichstellungspolitischer Sicht war, seine Stelle bei der Stadt einzurichten.“