OB Geisel greift Rheinbahn-Vorstand an: „Ohrfeige vor Publikum“

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OB Geisel greift Rheinbahn-Vorstand an: „Ohrfeige vor Publikum“

Rolf Tups und  Andreas Hartnigk
Rolf Tups (l.) und Andreas Hartnigk: „OB Geisel ist als Krisenmanager ungeeignet.“
22.04.2020 |
Rolf Tups und Andreas Hartnigk

Die CDU-Ratsfraktion nimmt Stellung zu OB Geisels Aufforderung an die Rheinbahn in Sachen Infektionsschutz:

Fraktionschef Rolf Tups: „Oberbürgermeister Thomas Geisel verpasst dem Rheinbahn-Vorstand öffentlich eine Abmahnung. Nach dem Motto: ‚Sie haben versagt – der Infektionsschutz hätte längst da sein müssen, nicht erst mit dem Start des Normalbetriebs am 27. April.‘ Diese Ohrfeige vor Publikum ist eine Unverschämtheit. Denn als Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinbahn sollte OB Geisel alles unterlassen, was das Management beschädigt. Doch hier entgleist er völlig.“

Ratsherr Andreas Hartnigk, Mitglied im Aufsichtsrat der Rheinbahn: „OB Geisels heutiger Angriff ist nicht nur unanständig, sondern auch zutiefst widersprüchlich: Noch am vergangenen Wochenende hat er den Schulterschluss mit dem Rheinbahn-Vorstand gesucht, als es darum ging, sich für die Verteilung von 100.000 gespendeten Schutzmasken im ÖPNV feiern zu lassen. Nimmt man andere aktuelle Aussagen von OB Geisel in den Medien hinzu – wonach man jetzt angstfrei bei der Herdenimmunität vorankommen sollte –, ergibt sich vollends ein schräges Bild: Hier der scharfe Ruf nach sofortigem Infektionsschutz in Bus und Bahn, dort die Neigung zu Lockerungen im Umgang mit dem Virus. Der Eindruck drängt sich auf: Der Mann ist als Krisenmanager ungeeignet.“