CDU: Studenten, Schüler und Azubis gratis in städtische Museen

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CDU: Studenten, Schüler und Azubis gratis in städtische Museen

Friedrich G. Conzen
Friedrich G. Conzen: „Unser Ansatz ist gerechter, unbürokratischer und für die Stadt kostenneutral.“
05.06.2018 |
Friedrich G. Conzen

Einen eigenen Vorschlag zur kostenlosen Nutzung des Kulturangebots präsentiert die CDU-Ratsfraktion morgen im Kulturausschuss: Sie will allen Studierenden an den staatlichen Düsseldorfer Hochschulen sowie allen Auszubildenden und Schülerinnen und Schülern in Düsseldorf freien Eintritt in die städtischen Kulturinstitute gewähren. Gekoppelt wäre der Gratiszugang an die Vorlage des Studenten-, Schüler- und Azubiausweises. Anders als beim Vorstoß von SPD, Grünen und FDP wären nicht-städtische Häuser wie Kunstsammlung NRW oder Museum Insel Hombroich ausgenommen. Zudem entfiele für Studenten die Erhöhung des Semesterbeitrags. Angedacht ist zunächst eine einjährige Testphase mit anschließender Auswertung durch die Verwaltung.

„Unser Ansatz ist gerechter, unbürokratischer und für die Stadt kostenneutral. Das Ampel-Bündnis kümmert sich nur um das Wohl der Studenten der Heinrich-Heine-Universität“, verdeutlicht Bürgermeister Friedrich G. Conzen, Vorsitzender im Kulturausschuss. Ihm sei wichtig, dass außerdem auch die Studierenden der anderen staatlichen Hochschulen in Düsseldorf kostenfrei städtische Museen besuchen können. „Darüber hinaus denken wir an die Schülerinnen und Schüler der Düsseldorfer Schulen und Berufsschulen. Damit sind die Auszubildenden einbezogen. Ihnen allen soll das kostenfreie Kulturangebot ebenfalls zugutekommen.“

Conzen will dafür weder die Semesterbeiträge erhöhen noch neue Beiträge erheben lassen. „Der Studenten-, Schüler- oder Azubiausweis soll als Vorlage an der Institutskasse für den Gratiseintritt genügen. Das bedeutet keinen bürokratischen Mehraufwand.“

Im CDU-Antrag ist der Kreis der Häuser auf die städtischen Museen und Institute beschränkt. „Wie schon bei der ‚Art:card‘ wäre die Stadt bei Ermäßigungen für nicht-städtische Einrichtungen zu Ausgleichszahlungen verpflichtet“, so Conzen. Daher sollen nach dem CDU-Modell unter anderem Stadtmuseum, Goethe-Museum, Heinrich-Heine-Institut und Filmmuseum umsonst zugänglich sein, nicht aber die Kunstsammlung NRW, das Neanderthal-Museum oder das Museum Insel Hombroich. „Insofern entstehen für die Stadt keine Mehrkosten“, betont Conzen.