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Vier wichtige Schritte für die Mobilität in Düsseldorf auf dem Weg zu einem leistungs- und zukunftsfähigen Neubau der Theodor-Heuss-Brücke:
1. Lastverringerung zur Lebensverlängerung (seit 1. Februar):
- Die Theodor-Heuss-Brücke ist für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt – auch für die Buslinien der Rheinbahn. Diese Vorsichtsmaßnahme war unumgänglich. Nur so lassen sich der weitere Verschleiß des Brückenwerks wirksam eindämmen und die Bausubstanz schützen. Sogenannte Silhouetten-Blitzer kontrollieren die Gewichtsbegrenzung. Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge können weiterhin die Brücke befahren.
- Auf CDU-Wunsch hat die Rheinbahn bestmögliche Ersatzverbindungen geschaffen – und das mit maximal reduzierten Umstiegen. Zudem werden verstärkt auch „Flexy“-Sammeltaxis eingesetzt.
2. Stadtverträgliches Mobilitätskonzept mit Ausweichrouten und Alternativen (2. Quartal):
- Das Verkehrsnetz in und um Düsseldorf ist dicht und komplex. Jeder Eingriff wirkt sich fast wellenförmig in alle Richtungen aus.
- Stadt und CDU-Fraktion haben daher wegen der bevorstehenden Sanierungsphase ab Sommer (siehe Nr. 3) ein Konzept in Auftrag gegeben, das die Verkehrsströme inner- und außerstädtisch sorgsam in den Blick nimmt und im Frühjahr vorgestellt wird.
- Dabei werden in den Planungen für Ausweichrouten u. a. berücksichtigt:
- Belastbarkeit anderer Düsseldorfer Brücken
- Ampelsteuerungen
- Baustellen und Baumaßnahmen Dritter
- Großveranstaltungen wie Japan-Tag, Rheinkirmes, Marathon
3. Sanierung zur Betriebssicherung (ab Juni):
- Ziel: Vor allem der Pkw-Verkehr muss bis zum Brückenneubau weiter fahren können.
- Beginnend in diesem Sommer werden bis Anfang 2029 die Stahlbeton-Rippenplatten („Kragarme“) ausgetauscht, die den Geh- und Radweg auf beiden Brückenseiten tragen. Parallel dazu wird das Geländer nach neuesten Schutzregeln auf 1,30 Meter erhöht.
Die Anpassungen auf der Brücke für den Individualverkehr während der Sanierungsphase:- Autoverkehr
- Nur noch einspurig pro Richtung
- Beide Spuren werden zusammen auf jeweils einer Seite der Brücke geführt
- Tempolimit von 30 km/h
- Fuß- und Radverkehr
- Je nach Bauabschnitt nur noch auf einer Brückenseite als Zweirichtungsverkehr
- Autoverkehr
4. Neubauplanung ohne Schienen:
- Grundlage für die weiteren Planungen zum Ersatzneubau: bestehender Brückenquerschnitt ohne Verbreiterung – mit jeweils zwei Fahrspuren pro Richtung sowie Fuß- und Radwegen.
- Laut Machbarkeitsstudie würde eine eigens errichtete Gleis-Trasse für die Stadtbahn beim Neubau der Brücke wirtschaftlich in die „Sackgasse“ führen. Denn diese Variante bekäme wegen ungünstigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses keine Förderung von Bund und Land. Zudem müssten die Bereiche im Vorfeld der Brücke aufwendig für den Schienenverkehr erschlossen werden. Daher wird dieser Ansatz bei der Neubauplanung nicht weiterverfolgt.
- Stattdessen soll auf der Basis unseres Antrags mit geprüft werden, ob nach einem Neubau der Brücke eine Stadtbahntrasse im Bereich des jetzt beschlossenen Brückenquerschnitts möglich wäre. Wichtig für uns: Weder die Prüfung noch eine nachträgliche Schienenvorrichtung dürfen den Projektablauf verzögern, die Kosten hochtreiben oder die Förderfähigkeit gefährden. Dann wäre die Vorrichtung abzulehnen.
Andreas Auler, Vorsitzender im Verkehrsausschuss:
„Wir als CDU wollen, dass die Theodor-Heuss-Brücke so schnell wie möglich neu gebaut wird. Denn wir brauchen auch künftig eine leistungsfähige Rheinquerung von Ost nach West. Bis zum Neubau halten wir den Verkehr weiterhin sicher und flüssig.“

