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Mehr Fläche für die Pflege

Andreas-Paul Stieber: „Die CDU macht sich für ein ausreichendes und verlässliches Pflegeangebot in Düsseldorf stark.“
19.02.2020 |
Andreas-Paul Stieber

Die CDU-Ratsfraktion will in Düsseldorf die Zahl der Pflegeplätze deutlich erhöhen. Per Antrag im Planungsausschuss am 27. Februar fordert sie von der Stadt ein Konzept: Darin soll die Verwaltung darstellen, wie zusätzliche Flächen für Pflegeheime bereitgestellt werden können. Die Einrichtungen betreiben sollen die Wohlfahrtsverbände. Für die Stadt bestehe kein Erfordernis, selbst in den Pflegemarkt einzusteigen, so die CDU.

Ratsherr Andreas-Paul Stieber, Vorsitzender im Sozialausschuss und Mitglied im Planungsausschuss, sagt: „Unser Ziel ist, dass die Bauleitplanung künftig mehr Fläche für die Pflege ausweist. Dann können auch mehr Heime errichtet werden. Damit versuchen wir, den wachsenden Bedarf an Pflegeplätzen zu decken.“ Denn die CDU mache sich für ein ausreichendes und verlässliches Pflegeangebot in Düsseldorf stark. „Versorgungsengpässe, die es heute schon gibt, wollen und müssen wir so schnell wie möglich beseitigen.“

Stieber betont, dass auch neu entstehende Heime von den Wohlfahrtverbänden betrieben werden sollen. „Die Träger der freien Wohlfahrtspflege können es nachweislich besser als die Stadt. Ich sehe keinen sinnvollen Grund, warum die Kommune da einsteigen sollte.“

Stieber möchte neben der Stadtplanung weitere Möglichkeiten nutzen, um Kapazitäten für die Pflege zu gewinnen. „Wie gesagt, die Stadt kann planerisch Anreize schaffen, indem sie einen großzügigeren Rahmen für Genehmigungen setzt.“ Das betreffe den Neu- und Ausbau von Einrichtungen. „Aber auch andere Ideen sind gefragt, wie wir die Pflege- und Betreuungssituation Älterer in Düsseldorf verbessern können.“

Miteinander der Generationen
Konkret denkt Stieber an einen Ideenwettbewerb zum Zusammenleben der Generationen: „Für uns als CDU ist wichtig, dass in den Stadtteilen Räume für die Begegnung von Jüngeren und Älteren entstehen, wo Unterstützung, Austausch und gemeinsame Aktivitäten möglich sind. In einem bundesweiten Wettbewerb könnten dazu wegweisende Vorschläge gesammelt und ausgezeichnet werden.“ Mit diesem Vorstoß sei die Union im Dezember am Nein von SPD, Grünen und FDP gescheitert. „Doch wir bleiben weiter an dem Thema dran“, betont Stieber.