CDU: Hürden für autofreien Sonntag zu hoch

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CDU: Hürden für autofreien Sonntag zu hoch

Andreas Auler
Andreas Auler sieht private Veranstalter am Zug, nicht die Stadt
27.04.2016 |
Andreas Auler

Die CDU-Ratsfraktion wirbt beim Thema autofreier Sonntag für Augenmaß und Realismus. Zudem sollte die Grundsatzdiskussion im Verkehrsausschuss geführt werden, nicht im Anregungs- und Beschwerdeausschuss (ABA).

Ratsherr Andreas Auler, stellvertretender ABA-Vorsitzender, hat den Punkt heute auf der Tagesordnung: „Aktionen zur Fahrradförderung sind der CDU immer willkommen. Doch die Gesamtsperrung der Stadt für den Autoverkehr erlaubt der Gesetzgeber gar nicht. Das gehört zur Ehrlichkeit in der Debatte. Insofern kann Politik nur Kompromisslösungen anstreben.“

Was sich Auler vorstellen kann, sind Teilsperrungen bei bestimmten Veranstaltungen. „Die gibt es bereits: Bei jedem Düsseldorf-Marathon und jeder Rollnacht sind einige Straßenzüge für Autos nicht oder nur eingeschränkt befahrbar. Dadurch ergibt sich automatisch weniger motorisierter Verkehr. Rechtlich ist das auch in Ordnung.“

Besser neue Radwege
Wer da mehr wolle, müsse als privater Veranstalter zunächst ein überzeugendes Konzept vorlegen – und am Ende auch alle Kosten tragen. „Ich sehe aber nicht die Stadt in der Pflicht, das auf die Beine zu stellen. Mit städtischen Geldern sollten lieber neue Fahrradwege und Abstellanlagen geschaffen werden. Das hilft dem Radverkehr hier mehr als ein jährlicher autofreier Sonntag“, so Auler. Das letzte Wort habe allerdings der Verkehrsausschuss. „Dort sitzen die Fachleute beisammen.“