CDU hinterfragt Brückensperrung im Rat

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CDU hinterfragt Brückensperrung im Rat

Andreas Hartnigk
Andreas Hartnigk: „Wieder reagieren OB Geisel und die Stadt offenbar überhastet, weil sie in der Vergangenheit geschlafen haben.“
27.11.2019 |
Andreas Hartnigk

Morgen im Rat thematisiert die CDU-Ratsfraktion in einer Anfrage die Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke für Lastwagen ab 30 Tonnen. Es geht der Union um Aufklärung: Warum kam es zu der Aktion? Seit wann plante die Stadt die Sperrung, und wie lange soll sie dauern? Dabei wiederholt die CDU ihre Forderung an OB Geisel, den Sanierungsstau bei den städtischen Brücken aufzulösen. Bis heute fehle ein entsprechender Masterplan. Zudem verschärfe das Lkw-Verbot die Verkehrssituation in der City: Die schweren Brummis müssten sich Ausweichrouten suchen. Das führe auch wegen der „Umweltspuren“ zu weiteren Staus.

„Wir erleben gerade, wie der Verkehr in Düsseldorf systematisch abgeschnürt wird“, sagt Ratsherr Anderas Hartnigk, Vizevorsitzender im Verkehrsausschuss. „Zu den Stauproblemen mit den ‚Umweltspuren‘ kommt jetzt die Brückensperrung für Schwerlastwagen. Wieder reagieren OB Geisel und die Stadt offenbar überhastet, weil sie in der Vergangenheit geschlafen haben.“

Laut Hartnigk will die CDU jetzt die Hintergründe der Sperrung beleuchten lassen. „Wir möchten dabei auch die städtische Informationspolitik gegenüber Spediteuren, Anwohnern, Öffentlichkeit und Politik erläutert bekommen.“

Brückenproblem seit 2016 bekannt
Hartnigk betont, dass die CDU bereits im Jahr 2016 den Zustand der Düsseldorfer Brücken erfragt habe. „Schon damals sagte die Verwaltung, dass 67 Prozent der Brücken kurzfristig oder sofort saniert werden müssen. Zu dem Zeitpunkt war auch die Teilsanierung der Theodor-Heuss-Brücke absehbar und wurde geplant.“ Zudem sei klar gewesen, dass für die Unterhaltung aller Brücken und Ingenieurbauwerke deutlich mehr Geld im Haushalt bereitzustellen sei. „Zur CDU-Forderung in der letztjährigen Etatberatung nach einer dauerhaften Erhöhung der Mittel um zwei Millionen Euro pro Jahr hat die Ampel Nein gesagt. Auch das Konzept für einen Brückenmasterplan, das für das erste Halbjahr 2019 angekündigt war, fehlt immer noch“, bemängelt Hartnigk.