Haushaltsantrag: Erzieherinnen und Erzieher wertschätzen und finanzielle Anreize für den Beruf schaffen

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Haushaltsantrag: Erzieherinnen und Erzieher wertschätzen und finanzielle Anreize für den Beruf schaffen

13.11.2018 | Florian Tussing
Antrag:

Der Jugendhilfeausschuss beauftragt die Verwaltung, angehende Erzieherinnen bzw. Erzieher bei ihrer schulischen/praxisintegrierten Ausbildung finanziell zu unterstützen. Ein Konzeptvorschlag soll dem Ausschuss im II. Quartal 2019 vorgelegt werden.
In die Förderung sind auch Jugendliche und junge Erwachsene einzubeziehen, die ein unentgeltliches Vor- und Blockpraktikum sowie das gering entlohnte Anerkennungsjahr in einer städtischen Kindertages- oder Jugendfreizeiteinrichtung absolvieren. Zu berücksichtigen sind zudem Schülerinnen und Schüler, die einen Abschluss mit Fachrichtung „Sozial- und Gesundheitswesen“ anstreben, und auch junge Menschen, die ein freiwilliges soziales Jahr machen und in einer städtischen Kindertages- oder Jugendfreizeiteinrichtung tätig sind.

Der Jugendhilfeausschuss beauftragt die Verwaltung, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in städtischen Kindertages- oder Jugendfreizeiteinrichtungen eine pauschalierte außertarifliche Zulage ab 2019 zu zahlen, sofern diese den vorgenannten Personenkreis fachpraktisch betreuen oder ausbilden. Diese soll sich in Art und Umfang an der in der Stadtverwaltung üblichen Zulage für die Betreuung von Nachwuchskräften orientieren.
Darüber hinaus eröffnet die Verwaltung den ausbildenden Kolleginnen und Kollegen entsprechende Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote.  

Der Jugendhilfeausschuss beschließt, für das beschriebene Förder- und Anreizsystem entsprechende Haushaltsmittel in 2019 ff. bereitzustellen.

Begründung:

Die Familienstadt Düsseldorf boomt. In den letzten fünf Jahren ist die Bevölkerung um annähernd 30.000 Menschen gewachsen. Unter den mehr als 640.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sind viele Familien mit Kindern. Die Verwaltung hat sich frühzeitig durch ihre integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung auf diesen Bevölkerungszuwachs eingestellt. Viele neue Plätze in Kitas und Schulen wurden geschaffen.

Leider konnte die Zahl der erforderlichen Erzieherinnen und Erzieher nicht in gleicher Weise erhöht werden. Deshalb ist es umso wichtiger, mehr junge Menschen für die Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher zu begeistern und für die pädagogische Arbeit bei der Stadt Düsseldorf zu gewinnen. Dies möchte die Düsseldorfer CDU-Fraktion durch die Einführung einer finanziellen Unterstützung für angehende Erzieherinnen und Erzieher erreichen.

Die Qualität der Ausbildung hängt entscheidend vom Engagement der Ausbilderinnen und Ausbilder vor Ort ab. Daher setzt sich die CDU-Ratsfraktion dafür ein, die Betreuung von Auszubildenden und Praktikantinnen/Praktikanten im Erziehungs-Bereich als eine zusätzliche Aufgabe genauso finanziell zu fördern wie schon in der allgemeinen Verwaltung üblich. Dort hat die gewährte Zulage von bis zu 1.000 Euro/Jahr die Ausbildungspraxis deutlich verbessert.