Gegen Diskriminierung in der Kultur

Gegen Diskriminierung in der Kultur
Marcus Münter
Sitzung am 15.04.2021
Marcus Münter

Anfrage der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Sitzung des Kulturausschusses am 15. April 2021

Anfrage

1. Welche Melde- und Hilfesysteme gibt es bei den städtischen Bühnen (Deutsche Oper am Rhein, Tonhalle, Düsseldorfer Schauspielhaus, Junges Schauspiel) für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, falls sie von Diskriminierung, Antisemitismus, Rassismus oder sexualisierter Gewalt betroffen sind?

2. Wie beurteilt die Verwaltung die Möglichkeit, dass die geplante neue Stabsstelle „Antidiskriminierung“ auch als Anlaufpunkt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter städtischer Kultureinrichtungen dient, und wie könnte die Stabsstelle die Arbeit in den städtischen Kultureinrichtungen ggf. positiv unterstützen und ergänzen?

Begründung:

Jüngst sind Vorwürfe von rassistischer Diskriminierung am Düsseldorfer Schauspielhaus öffentlich geworden. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat sich dazu klar positioniert: „Hier ist kein Platz für Rassismus – nicht im Schauspielhaus, nicht in Düsseldorf, nicht in Nordrhein-Westfalen.“1

Auch wir als Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wenden uns in unserer Kooperationsvereinbarung ausdrücklich gegen Diskriminierung: „Wir wollen Diskriminierung konsequent zurückdrängen und unterbinden.“ 2 Auf unsere Initiative hin hat der Rat im Februar eigens die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle bei der Stadtverwaltung beschlossen.3

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1 Rheinische Post (23. März 2021).

2 Gestaltungsbündnis für ein zukunftsfestes Düsseldorf, S. 70.

3 Vgl. Haushaltsantrag der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Ratssitzung am 4. Februar 2021: Antidiskriminierungsstelle (RAT/094/2021).

Marcus Münter, Clara Gerlach