Antrag: Vallourec-Standort in Düsseldorf-Reisholz für neues städtisches Gewerbegebiet nutzen

Antrag: Vallourec-Standort in Düsseldorf-Reisholz für neues städtisches Gewerbegebiet nutzen
Vallourec
Sitzung am 26.05.2020
Klaus Mauersberger

Schon seit 121 Jahren werden in Düsseldorf-Reisholz erfolgreich Stahlrohre im Press- und Ziehverfahren hergestellt. Mit Beginn der Stahlkrise und dem Rückgang der Aufträge aus dem Energiesektor hat die Geschäftsführung von Vallourec Deutschland zunächst versucht, den Standort als Ganzes an einen finanzstarken Investor zu veräußern. Dieser sollte den Betrieb des Werks und den Erhalt der Arbeitsplätze auch in Zukunft sicherstellen.

Leider scheiterte dieses Vorhaben, so dass am 7. Februar 2020 die vollständige Schließung des Standorts ab September 2020 beschlossen und verkündet wurde. Die letzten Hightech-Rohre werden voraussichtlich im Juni dieses Jahres produziert. Insgesamt werden mit der Aufgabe des Werks rund 300 Arbeitsplätze und viel industriell-technisches Wissen verloren gehen. Während den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch interne Umstrukturierungen und die Versetzung an andere Standorte des Unternehmens betriebsbedingte Kündigungen erspart bleiben, ist die weitere Verwendung des Areals bislang ungewiss.

Die CDU-Ratsfraktion will die Zukunftsfähigkeit des Wirtschafts- und Wohnstandorts Düsseldorf langfristig erhalten und nachhaltig ausbauen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei aus unserer Sicht u. a. ein vorausschauendes Gewerbeflächen-Management. Schon jetzt stehen für kleine und mittelgroße Betriebe praktisch keine Grundstücksangebote zur Verfügung.

Wir setzen uns darum für zukunftsweisende neue Nutzungen am Vallourec-Standort in Reisholz ein. Eine Neuansiedlung von produktions- und handwerksgeprägten Betrieben in einem städtischen Gewerbegebiet können wir uns sehr gut vorstellen.

Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt,

  1. die Bedingungen für einen Ankauf des Grundstücks der Vallourec-Rohrfabrik in Düsseldorf-Reisholz zu prüfen und bei positiver Beurteilung Verhandlungen hierzu aufzunehmen;
  2. ein Konzept für die Nutzung und Vermarktung des Standorts als städtisches Gewerbegebiet für kleine und mittelgroße Betriebe gemäß Flächenstrategie für die produktions- und handwerksgeprägten Branchen zu entwerfen;

Die Ergebnisse sind dem Ausschuss bis zur Sommerpause 2020 vorzustellen.