Antrag: Kein Haus der Kulturen in Mörsenbroich ohne Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort

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Antrag: Kein Haus der Kulturen in Mörsenbroich ohne Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort

28.11.2019 | Rüdiger Gutt

Das Integrationskonzept der Landeshauptstadt Düsseldorf „verfolgt mit allen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren das Ziel, sich zu einem inklusiven Gemeinwesen zu entwickeln“.[1] Darüber hinaus heißt es in dem Papier, Integration könne nur gelingen, wenn sie alle an dem Prozess Beteiligten einbeziehe, sie gesamtstädtisch als Querschnittsaufgabe organisatorisch und in allen Teilkonzepten verankert und mit weiteren Diversitätsaspekten verknüpft sei.[2]

Der von den Ampelfraktionen gewünschte Standort eines „Hauses der Kulturen“ an der Münsterstraße 446 in Mörsenbroich entspricht diesem Anspruch aus Sicht der CDU-Ratsfraktion ganz und gar nicht: Zum einen wird hier versucht, ohne eine Beteiligung der zuständigen städtischen Gremien vermeintlich Fakten zu schaffen, denn ein Umzug des im Moment dort ansässigen Jungen Schauspielhauses wurde bislang weder im Kulturausschuss noch im Rat beschlossen. Zum anderen wird hier ignoriert, dass die dezentrale Lage nicht den Ansprüchen der künftigen Nutzerinnen und Nutzer eines „Hauses der Kulturen“ entspricht. In diesem Zusammenhang von einer Bereicherung „des Wirtschafts-, Bildungs- und Kulturstandorts Düsseldorf“[3] durch das Potenzial der Vielfalt zu sprechen, fällt der CDU-Ratsfraktion schwer.

Noch dazu wurden bei der Festlegung auf den Wunschstandort in Mörsenbroich die Interessen der dortigen Anwohnerinnen und Anwohner nicht einmal ansatzweise in Erfahrung gebracht, geschweige denn berücksichtigt. Dies ist aus unserer Sicht jedoch zwingend notwendig, um ein langfristiges einvernehmliches Miteinander vor Ort zu gewährleisten. Deshalb setzen wir uns für eine entsprechend stärkere Berücksichtigung der Interessen der Menschen im Stadtteil ein.


[1] Landeshauptstadt Düsseldorf (Hrsg.)(2017): Gesamtstädtisches Integrationskonzept für die Landeshauptstadt Düsseldorf, S. 3.

[2] Vgl. ebd.

[3] Vgl. ebd.

 

Antrag:

Der Rat beauftragt die Verwaltung, zeitnah und vor der Einleitung weiterer Schritte einen Workshop zur Beteiligung aller zugehörigen Akteurinnen und Akteure, die von der Einrichtung eines „Hauses der Kulturen“ betroffen sein könnten, durchzuführen. Hierbei soll insbesondere der Frage nachgegangen werden, ob der von den Ampelfraktionen gewünschte Standort an der Münsterstraße 446 in Mörsenbroich als Standort für ein „Haus der Kulturen“ geeignet ist.

Die Ergebnisse des Workshops sind bei der Suche nach einem alternativen Standort für ein „Haus der Kulturen“ zu berücksichtigen.