Antrag: Gleiche berufliche Anreize für alle Düsseldorfer Kinder- und Jugendeinrichtungen – städtische Ausbildungszulage auch allen Trägern zahlen

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Antrag: Gleiche berufliche Anreize für alle Düsseldorfer Kinder- und Jugendeinrichtungen – städtische Ausbildungszulage auch allen Trägern zahlen

05.06.2020 | Florian Tussing

(Früh-)kindliche Bildung und Betreuung gelingen in Düsseldorf dank Mitwirkung der Freien Träger und zahlreicher Elterninitiativen. Nur durch diese Trägervielfalt und das engagierte Zusammenspiel aller Beteiligten konnte sich die Landeshauptstadt zur bundesweit anerkannten und ausgezeichneten Familienstadt entwickeln.

Grundlegende Planungen, Strategien und Maßnahmen für die Bildungsarbeit werden normalerweise vom Jugendamt und den Trägern der freien Jugendhilfe in einer Arbeitsgemeinschaft (AG78) entwickelt und dann als einvernehmliche Vorschläge im Jugendhilfe-Ausschuss (JHA) vorgestellt und beschlossen.

Die CDU-Fraktion kritisiert, dass einige wichtige Abstimmungsprozesse bislang offensichtlich weder in der AG78 erörtert noch dort transparent, nachvollziehbar und einvernehmlich verabschiedet wurden.

Beispiel: Anreize im Ausbildungsbereich schaffen

Ende 2018 hatte die CDU im JHA beantragt, angehende Erzieherinnen und Erzieher bei ihrer Ausbildung finanziell zu unterstützen. Zudem hatten wir angeregt, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Auszubildende in Düsseldorfer KiTas oder Jugend-Freizeiteinrichtungen betreuen oder anleiten, in Anlehnung an die bestehenden Regelungen in der Stadtverwaltung eine außertarifliche Zulage zu zahlen.

Seinerzeit wurde auf Bitte des Ausschusses die AG78 mit der Erstellung eines Konzepts beauftragt, das sowohl die städtischen als auch die Einrichtungen der Freien Träger sowie Elterninitiativen einbeziehen sollte. In der Sitzung des JHA am 10. März 2020 hatte das zuständige städtische Hauptamt die Ergebnisse dieses Auftrags vorgestellt, wobei – zur Überraschung aller Ausschussmitglieder – lediglich die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Umsetzungs- und Finanzplanung berücksichtigt wurden.

Die CDU fordert, dass die Planungen auf alle Bezugsgruppen ausgedehnt werden, ohne dass es zu weiteren terminlichen Verzögerungen kommt.

Daher bitte ich Sie im Namen unserer Fraktion, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Jugendhilfeausschusses zu setzen und zur Abstimmung zu bringen.

Antrag:

Der Jugendhilfe-Ausschuss beauftragt die Verwaltung, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in öffentlich geförderten Düsseldorfer KiTas oder Jugend-Freizeiteinrichtungen Auszubildende betreuen oder anleiten, in Anlehnung an die bestehenden Regelungen in der Stadtverwaltung eine außertarifliche Zulage von mindestens 125 Euro/Monat zu zahlen.

Für die Mehrkosten sind Gelder im städtischen Haushalt 2020 ff. bereitzustellen.

Florian Tussing