Antrag: „Die Große 2020“ – Forderung nach einer Online-Präsentation mit Verkaufsmöglichkeit der Kunstwerke in diesem Jahr und auch in Zukunft parallel zum bisherigen Veranstaltungsmodell

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Antrag: „Die Große 2020“ – Forderung nach einer Online-Präsentation mit Verkaufsmöglichkeit der Kunstwerke in diesem Jahr und auch in Zukunft parallel zum bisherigen Veranstaltungsmodell

Marcus Münter
04.06.2020 |
Marcus Münter
Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit dem Veranstalter von „Die Große Kunstausstellung NRW Düsseldorf 2020“, dem Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e. V., die Präsentation der Ausstellung und den Verkauf der Kunstwerke noch in diesem Jahr für die Düsseldorfer Kulturinstute im Internet durchzuführen.

Darüber hinaus wird die Verwaltung gebeten, zu prüfen, ob und wie eine digitale Form der Ausstellung parallel zum bisherigen Ausstellungs- und Verkaufsbetrieb künftig dauerhaft ermöglicht werden kann.

Begründung:

Wie so viele andere Veranstaltungen musste wegen Corona auch die Ausstellung „Die Große 2020“ (ursprünglicher Termin: 7. Juni bis 12. Juli 2020) ausgesetzt oder, wie der Veranstalter sagt, „eingefroren“, d. h. um ein Jahr verschoben werden.[1]
 

Bei der Ausstellung „Die Große“ werden Kunstwerke nicht nur gezeigt, sondern auch verkauft. Deshalb fällt die Absage dieser Veranstaltung umso schwerer ins Gewicht, da den beteiligten Künstler/innen nun Einnahmen entgehen, die sie gerade jetzt dringender denn je brauchen. Sie gehören zu einer der Berufsgruppen, die wegen Corona von ihren Einkommensquellen abgeschnitten wurden. 17.000 Anträge auf Soforthilfe gingen beim NRW-Ministerium für Wissenschaft und Kultur ein, das einen Soforthilfefonds in Höhe von fünf Millionen Euro für Künstler/innen mit dem Ziel aufgelegt hat, eine Unterstützung in Höhe von 2.000 Euro pro Antragsteller/in zu gewähren.[2] Die hohe Nachfrage zeigt, wie groß die Not der Künstler/innen ist.

Deshalb fordert die CDU-Ratsfraktion die Verwaltung auf, Hilfestellung zu leisten, damit „Die Große“ noch in diesem Jahr im virtuellen Raum gezeigt werden kann. So könnten die beteiligten Künstler/innen den Kontakt zu den Düsseldorfer Kulturinstituten halten, ihre Werke online präsentieren und über das Internet auch den Verkauf ihrer Kunst an diesen Käuferkreis abwickeln.

Ab dem kommenden Jahr sollte die Darbietungsform im Internet für öffentliche und private Käuferinnen und Käufer dauerhaft sein: Einmal etabliert könnte die Online-Präsentation künftig dazu dienen, den Künstler/innen und dem Format „Die Große“ – parallel zum Ausstellungs- und Verkaufsbetrieb im Kunstpalast – auch virtuell mehr Aufmerksamkeit und damit auch höhere Absatzzahlen für die zum Verkauf stehende Kunst zu sichern.




[1] https://diegrosse.de/ (Zugriff. 21.04.2020).

[2] Vgl. „Düsseldorfer Künstlern fehlen die Hilfsmittel“ (NRZ, 18.04.2020).

 

Marcus Münter