Anfrage: Welche gesundheitlichen Gefahren gehen von Shisha-Bars aus?

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Anfrage: Welche gesundheitlichen Gefahren gehen von Shisha-Bars aus?

06.02.2019 | Andreas-Paul Stieber
Anfrage:
  1. Wie viele Shisha-Bars werden derzeit an welchen Standorten in Düsseldorf betrieben, und welche Voraussetzungen müssen diese nach dem geltenden Gaststättengesetz und dem Nichtraucherschutzgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen erfüllen?
  2. Wie viele Vorfälle von Vergiftungen mit Kohlenmonoxid gab es in den vergangenen drei Jahren in Düsseldorfer Shisha-Bars, und bestand hierbei Lebensgefahr oder die Gefahr bleibender gesundheitlicher Schäden?
  3. In welchem Umfang und seit wann werden Kontrollen mit dem Ziel der Vermeidung von Gesundheitsgefahren in Düsseldorfer Shisha-Bars  durchgeführt, und welche Erfolge waren zu verzeichnen?
Begründung:

Das Rauchen von Wasserpfeifen – auch Shishas genannt – ist derzeit insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen äußerst populär. Oft wird angenommen, der Konsum von Wasserpfeifen sei weniger gesundheitsschädlich als das Rauchen von Zigaretten. In Wirklichkeit stellen Wasserpfeifen jedoch keine harmlose Alternative zur Zigarette dar. Vielmehr muss man davon ausgehen, dass die mit Wasserpfeifenrauch verbundenen Gesundheits- und Suchtgefahren ähnlich hoch sind.

Eine besondere Gefahr stellt das Kohlenmonoxid im Wasserpfeifenrauch dar: Die Konsumentinnen und Konsumenten nehmen erhebliche Mengen von diesem giftigen Gas auf. Im Organismus bindet es vornehmlich am roten Blutfarbstoff Hämoglobin und kann damit den Sauerstofftransport behindern. Vor allem gefährdet sind Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislaufsystems.

Die CDU-Ratsfraktion setzt sich für einen wirkungsvollen Nichtraucherschutz und für Maßnahmen zur Vermeidung auch des Konsums von Wasserpfeifenrauch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein. Den ansteigenden Shisha-Konsum gerade in dieser Altersgruppe sehen wir kritisch. Zur Bewertung der konkreten Situation in Düsseldorf wollen wir deshalb weitergehende Informationen erhalten.

Andreas-Paul Stieber