Anfrage: Senkung des Papierverbrauchs bei der Stadtverwaltung Düsseldorf

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Anfrage: Senkung des Papierverbrauchs bei der Stadtverwaltung Düsseldorf

26.09.2019 | Pavle Madzirov

Die Düsseldorfer Stadtverwaltung verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, möglichst ressourcenschonend zu arbeiten. Hierzu zählt auch die Einsparung von Papier.

Durch den digitalen Ratssitzungsdienst kann bereits weitestgehend auf gedruckte Informationen verzichtet werden. Zudem wurde durch ein neues Druckerkonzept eine Papierreduktion erreicht. Und nach Einführung der elektronischen Aktenführung soll der verwaltungsinterne Papierverbrauch künftig enorm verringert werden, sodass in vielen Verwaltungsbereichen künftig auf Drucker, Aktenregale, Lager- und Archivräume verzichtet werden kann.

Leider wird aber nicht in allen Verwaltungsbereichen derzeit auf Papierverzicht geachtet. Täglich werden diverse Informationen in Papierform erstellt und tausendfach u. a. an die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschickt: Programmvorschauen der Kulturinstitute, Werbung für Stellenangebote der Landeshauptstadt, bunt gedruckte Zeitschriften für das Personal und vieles mehr. Die Papierflut weitet sich aus, obwohl diese Informationen auch über das behördeninterne Intranet und das Internet-Angebot der Stadt nutzbar sind.

Überdies fragt sich die CDU-Ratsfraktion, ob es nicht verzichtbar ist, jeden Monat rund 10.000 Gehaltsmitteilungen in einem geschlossenen Umschlag zu versenden oder Arbeitszeit-Übersichten im gleichen Umfang auszudrucken.

Im zuständigen Personal- und Organisationsausschuss wurde bislang noch nicht über diese Fragestellungen und etwaige Lösungsansätze gesprochen. Daher bitte ich Sie im Namen unserer Fraktion, nachfolgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung zu setzen und von der Verwaltung beantworten zu lassen.

Anfrage:
  1. Welche Strategie und Planungen verfolgt die Stadtverwaltung über die genannten Beispiele hinaus, um ein papierarmes/papierloses Büro zu verwirklichen, und wie können heute und künftig auch die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter erreicht werden, die über keinen digitalen Zugang verfügen?
  2. In welcher Form bestehen Vorgaben bzw. Empfehlungen an die einzelnen Dienststellen und Institute der Stadtverwaltung, Papierunterlagen bzw. Printausgaben zu reduzieren, und wie erfolgt eine Kontrolle etwaiger Vorgaben? 
  3. Aus welchen Gründen wurden einige automatisierte Verfahren, wie beispielsweise das Personalabrechnungs- oder Arbeitszeiterfassungsprogramm, noch nicht papierarm/papierlos umgestellt, und wann soll dies ggf. geschehen?