Anfrage: Hitzeschutz in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Hospizen

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Anfrage: Hitzeschutz in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Hospizen

28.08.2019 | Andreas-Paul Stieber

Extreme Temperaturen im Sommer setzen älteren Menschen sowie Personen mit chronischen Krankheiten besonders zu und bringen sie oft sogar in Lebensgefahr. Das berichteten Forscher der Universität Ottawa (Kanada) bereits in der Juli-Ausgabe 2010 des Canadian Medical Association Journal.[1]

Für Menschen der Altersgruppe ab 60 Jahre erhöht sich bei Hitze das Sterberisiko um bis zu 92 Prozent, ergab die Analyse von Patientendaten.[2] Zudem leiden Seniorinnen und Senioren im Sommer häufiger an Krankheiten, die von Hitze ausgelöst werden, wie etwa Schlaganfall, Erschöpfung oder Hitzekrampf. Dieses Schicksal teilen ältere Menschen mit Personen, die an Fettsucht, Herzkrankheiten, Diabetes oder Atembeschwerden leiden. Alle diese Vorbedingungen verringern die Fähigkeit des Körpers, sich an Temperaturschwankungen anzupassen.

Im Alter spürt der Körper die Hitze erst später und kann viel langsamer mit kühlenden Maßnahmen reagieren, wozu etwa eine Änderung der Blutverteilung im Körper und Schwitzen zählen. Außerdem verzögert sich auch die Fähigkeit, Durstgefühl zu entwickeln und rasch darauf zu reagieren, und die Erholung von einer Dehydrierung des Körpers ist weit langwieriger.

Die CDU-Ratsfraktion setzt sich für bestmögliche Lebens- und Betreuungsbedingungen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Hospizen in Düsseldorf ein. Wir möchten uns deshalb darüber informieren, welche Maßnahmen zum Hitzeschutz in diesen Einrichtungen bei steigenden Außentemperaturen getroffen werden.




[1] Vgl. Artikel „Heat stress in older individuals and patients with common chronic diseases“ im Canadian Medical Association Journal (http://www.cmaj.ca/content/182/10/1053, abgerufen am 17.07.2019).

[2] Vgl. Ebd.

 

Anfrage:
  1. Welche Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Hospize in Düsseldorf sind mit was für Einrichtungen zum Hitzeschutz (z. B. Verschattungsmöglichkeiten, Klimaanlagen, Wandkühlungen) für die Patient/innen  bzw. Bewohner/innen ausgestattet?
  1. Welche Planungen für Nachrüstungen von Hitzeschutzeinrichtungen bestehen für diejenigen Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Hospize, die bislang ohne Hitzeschutz auskommen müssen, und in welchem Zeitraum werden diese voraussichtlich realisiert?
  1. Wie wird das in den unter Nr. 1 und 2 genannten Einrichtungen beschäftigte Personal auf auftretende Hitzewellen in der Stadt und die erforderlichen Verhaltensweisen bei der Arbeit (z. B. verstärkte Kontrolle des Trinkrhythmus der Patient/innen bzw. Bewohner/innen) hingewiesen, bzw. welche Schulungen zum Thema Hitzeschutz werden angeboten?