Anfrage: Hat die gute alte Kreidetafel ausgedient?

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Anfrage: Hat die gute alte Kreidetafel ausgedient?

Florian Tussing
26.11.2019 |
Florian Tussing

Seit Generationen haben Tafeln einen „Stammplatz“ in nahezu jedem Unterrichtsraum. Seit der grauen Schiefertafel – mit dem charakteristischen Quietschen der Kreide – hat sich allerdings in den letzten Jahren in Sachen Tafelmedien viel getan: Es gibt sie als klassische analoge Variante (als grüne Kreidetafel bzw. in der zuletzt öfter angetroffenen weißen Version aus Kunststoff, dem sog. Whiteboard) oder in der digitalen und interaktiven Variante als interaktives Whiteboard (z.B. Smart- bzw. Activboard, interaktive Bildschirme) von verschiedenen Herstellern.

Die Möglichkeiten und Grenzen der unterschiedlichen Systeme werden breit diskutiert. Die grünen Kreidetafeln oder die Weißwandtafel aus Kunststoff gelten als robust und unkompliziert, die Nutzung ist einfach aber medial begrenzt. In den letzten Jahren wurden diese analogen Formate zunehmend durch digitale/interaktive Modelle ersetzt, die vielfältigere Einsatzmöglichkeiten versprechen. Gleichzeitig benötigen letztere eine komplexere Infrastruktur und gelten als weniger langlebig und störungsanfälliger. Hinzu kommen hohe Anschaffungskosten für Hard- und Software, anbieterbedingte Bedienunterschiede und Fragen des Diebstahlsschutzes.

Im Zuge der aktuellen Anstrengungen zum Umwelt- und Klimaschutz sind auch die Weißwandtafel wegen Reinigung, Reinigungsmittel, Verbrauchsmaterialen aus Plastik (Stifte, Reinigungstücher etc.) und Farbstaub in die Kritik geraten.

Für die CDU-Fraktion stellt sich daher die Frage, mit welchen Tafelvarianten die Schulen in der Landeshauptstadt heute arbeiten, welche Entwicklung zu erwarten ist, wie die unterschiedlichen Varianten in ihrer Ökobilanz zu bewerten sind und wie die Verwaltung darauf reagiert.

Anfrage:
  1. Welche analogen und digitalen Tafelvarianten sind derzeit in den Unterrichtsräumen der Düsseldorfer Schulen in welchen Mengen in Gebrauch?
  2. Welche Tafelvarianten werden bevorzugt im Rahmen von Ersatzbeschaffungen bzw. Neubauten und Renovierungen aktuell und in Zukunft eingesetzt und wer entscheidet jeweils über Auswahl und Anschaffung?
  3. Wie beurteilt die Verwaltung die einzelnen Tafelvarianten im Hinblick auf ihre Ökobilanz (Produktion, Lebensdauer, Wartung/Instandhaltung, Energiebedarf, Verbrauchsmaterial etc.)?