Anfrage: Angebote der städtischen Büchereien zum generationenübergreifenden Miteinander

Anfrage: Angebote der städtischen Büchereien zum generationenübergreifenden Miteinander
Friedrich G. Conzen
Sitzung am 12.03.2020
Friedrich G. Conzen
Anfrage:
  1. Was hat die Verwaltung bislang zur Förderung des Miteinanders der Generationen in den städtischen Büchereien getan, und was ist mittelfristig vorgesehen (bitte Aufstellung der Standorte mit kurzer Beschreibung der umgesetzten bzw. geplanten Angebote)?
  2. Was plant die Verwaltung, um am künftigen Standort der Zentralbibliothek am Konrad-Adenauer-Platz („KAP 1“) die Kommunikation, das Zusammensein und den Austausch zwischen den Generationen zu verbessern?
Begründung:

Bereits seit Längerem fordert die CDU-Ratsfraktion, dass in sämtlichen Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge verstärkt generationenübergreifende Projekte realisiert werden. Hierin sehen wir einen wichtigen Beitrag zur Lösung bestehender Herausforderungen der heutigen Stadtgesellschaft: Anonymität, Einsamkeit, Bindungslosigkeit, Armut und Ausgrenzung sowie damit verbundene seelische Belastungen.

Wir setzen uns für ein gutes und verlässliches Miteinander der Generationen in Düsseldorf ein. Für uns ist dabei wichtig, unmittelbar in den Stadtteilen und Vierteln die Bildung gefestigter generationenverbindender Gemeinschaften zu fördern. Unser Ziel heißt: „Statt einsam Stadt gemeinsam.“

Gerade Zentralbibliotheken und Stadtteilbüchereien eröffnen als Lese- und Lernorte optimale Möglichkeiten für die verschiedenen Altersgruppen, Zeit miteinander zu verbringen. Als gelungenes Projektbeispiel kann die neue Stadtteilbücherei in Köln-Kalk genannt werden: Hier bieten sich den Generationen zahlreiche Räume und Orte, an denen sie zusammen basteln, spielen, lesen, lernen oder einfach miteinander reden können.[1]

Wir wollen die Stadtgesellschaft dadurch stabil halten, dass verschiedene Generationen und soziale Gruppen gemeinsame Räume für zwischenmenschliche Begegnungen finden können und sich heimatlich geborgen fühlen. Diese Aufgabe sehen wir als wichtigen Beitrag zur Sicherung der Lebensqualität und zur Steigerung von Wohlbefinden, Zufriedenheit und Lebensfreude in unserer wachsenden Stadt.


[1] In einer Art „Wohnzimmer-Atmosphäre“ kommt es – wie zu Zeiten von Mehrgenerationen-Haushalten – z. B. dazu, dass ein älterer Mensch im Ohrensessel sitzend die Tageszeitung studiert, während sich direkt daneben zwei Kinder ein Hörspiel anhören. Im Anschluss wird das Gehörte selbstverständlich untereinander diskutiert und damit der Austausch zwischen den Generationen gefördert.