Änderungsantrag zum Haushaltsplan-Entwurf 2020: Technische Vorbereitung sämtlicher Maßnahmen für die künstlerische „Bespielung“ der LED-Fassade am Kö-Bogen II

Aktuelle Grösse: 100%

Änderungsantrag zum Haushaltsplan-Entwurf 2020: Technische Vorbereitung sämtlicher Maßnahmen für die künstlerische „Bespielung“ der LED-Fassade am Kö-Bogen II

14.11.2019 | Friedrich G. Conzen
Antrag:

Für die vorbereitenden technischen Maßnahmen zur künstlerischen „Bespielung“ der LED-Fassade an der Schadowstraße (Kö-Bogen II) werden im Produkt 2528101 (Kulturamt), Konto 529100000, Zeile 13 (Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen) 50.000 Euro in den Haushalt 2020 eingestellt.

 

Begründung:

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung hat mit den Stimmen der CDU am 27. März 2019 auf Empfehlung der Bezirksvertretung 1 die Anbringung einer LED-Fassade an der Seite des Kö-Bogens II zur Schadowstraße ermöglicht.[1]

Das Betreiberkonzept für die Werbeanlage sieht vor, „künstlerische Inhalte der Stadt […] mit kommerzieller Werbung zu verbinden. Die Fläche soll montags bis freitags von 07:00–23:00 [Uhr] und samstags und sonntags von 08:00–24:00 [Uhr] genutzt werden; davon werden jeweils 6 Stunden täglich der Stadt kostenlos für Zwecke der Kunst überlassen.“[2]

Die geplante LED-Fassade entlang der Schadowstraße ist ein anspruchsvolles Vorhaben von internationaler Bedeutung. Die CDU möchte, dass die Fassade modernste Technik nutzt und die dort gezeigten Inhalte in ihrer optischen und inhaltlichen Qualität zum städtebaulichen Jahrhundertprojekt Kö-Bogen passen. Stadt und Kulturverwaltung haben die Chance, an einem zentralen Hotspot aufmerksamkeitsstark für Kunst und Kultur in Düsseldorf zu werben.

Wegen der außergewöhnlichen Maße der Anlage (Höhe: rund 4,90 Meter; Breite: 112,5 Meter) wird hier eine neue technische Dimension erschlossen, die spezielle Lösungen und Formate erfordert.

Laut Auskunft von Werft 6, dem ausführenden Dienstleister für visuelle Kommunikation und in Zusammenarbeit mit der ars.electronica Linz, einem der führenden Museen für Medienkunst, sind die ersten Schritte zur geplanten künstlerischen „Bespielung“ wie folgt definiert:

1. Vorab-Prüfung zur Umsetzung von interaktiven und Echtzeitdaten-verarbeitenden Inhalten und Festlegung der erforderlichen Schnittstellen
2. Technische Planung von Zuspieler, Content Management System (CMS), Trackingsoftware und Schnittstellen
3. Realisierung/Programmierung des CMS mit den Anforderungen für die künstlerische „Bespielung“, Umsetzung der Trackingsoftware und Programmierung/Vorbereitung der Schnittstelle für Externe

Für die vorbereitenden technischen Maßnahmen wollen wir als CDU Mittel in Höhe von 50.000 Euro in den Haushalt einstellen lassen. Die Zeit drängt, da die LED-Fassade im Herbst 2020 in Betrieb gehen soll.




[1] Vgl. 61/ 20/2019.

[2] Ebd.

 

Dr. Alexander Fils