Änderungsantrag zum Haushaltsplan-Entwurf 2020: Förderung von Mundart-Musik

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Änderungsantrag zum Haushaltsplan-Entwurf 2020: Förderung von Mundart-Musik

14.11.2019 | Friedrich G. Conzen
Antrag:

Der Kulturausschuss beauftragt die Verwaltung,

  1. ihm bis zum Ende des ersten Quartals 2020 ein Konzept für ein Förderformat, wie in der Sachdarstellung beschrieben, zur Entscheidung vorzulegen.
  2. in den Haushaltsplan 2020 ff. im Produkt 2528101 (Kulturamt), Zeile 15 (Transferaufwendungen), Konto: 53180000 (Zuwendungen und Zuschüsse lfd. Zwecke an übrige Bereiche), zusätzliche Mittel in Höhe von 7.000 Euro pro Jahr bis einschließlich 2022 zur Finanzierung des Förderprogramms einzustellen.
Begründung:

Das Thema „Heimat“ spielt zunehmend wieder eine Rolle in der Kulturförderung, wie sich am Engagement das Landesministeriums für Heimat in NRW oder am diesjährigen Bundeskongress der kulturpolitischen Gesellschaft zeigt.

Ein Teil unserer Düsseldorfer Heimat ist unsere Düsseldorfer Mundart, unser Düsseldorfer Platt. Im Allgemeinen verbindet man das Düsseldorfer Platt in erster Linie mit dem Brauchtum, speziell mit dem Karneval und dessen Liedgut. Explizit gefördert wird unser heimischer Dialekt aber nicht im Rahmen der Kulturförderung.

Die CDU-Fraktion möchte einen ersten Schritt in diese Richtung unternehmen und mit Hilfe eines Pilotprojekts den Fokus der Kulturförderung auch auf das Thema Mundart richten. Hierfür ist gerade die Musik ein guter Ansatzpunkt, da der Dialekt in diesem Bereich bereits eine Rolle spielt.

Die CDU-Fraktion will mit einem Förderprogramm sowohl Musikerinnen/Musiker, Bands, Chöre usw., die auf Düsseldorfer Platt singen, unterstützen als auch allgemein den Gebrauch der Mundart anregen. Die im Brauchtum anzutreffende Mundartmusik (z. B. Karnevalslieder) soll dabei nicht vorrangig angesprochen, aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Das Förderprogramm soll daher aus zwei Teilen bestehen und dabei strukturell bereits existierenden Bandförderprogrammen der Stadt folgen: Zum einen sollen die Musikerinnen/Musiker Geld für ihre Projekte erhalten (z. B. zur Finanzierung von Studiotagen). Zum anderen sollen sie durch ein spezielles Mundart-Coaching in Düsseldorfer Platt geschult werden, damit sie ihr bisheriges Wissen über den Dialekt vertiefen können. Das Förderprogramm soll alters- und genreunabhängig ausgeschrieben werden. Die Förderung soll durch ein Jury-Verfahren vergeben werden.

Da das Programm als Pilotprojekt gedacht ist, soll es vorerst für drei Jahre angelegt sein. Vor Beendigung des dritten Durchlaufs soll dann die Kulturverwaltung einen Erfahrungsbericht im Kulturausschuss vorlegen, sodass dieses Gremium über eine Verlängerung oder Einstellung des Programms entscheiden kann.

Marcus Münter