Änderungsantrag zum Haushaltsplan-Entwurf 2020: Ausbau der Schulsozialarbeit an den Düsseldorfer Schulen

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Änderungsantrag zum Haushaltsplan-Entwurf 2020: Ausbau der Schulsozialarbeit an den Düsseldorfer Schulen

12.11.2019 | Florian Tussing
Antrag:

Der Jugendhilfeausschuss beschließt, zum Schuljahr 2020/2021 

  • an allen städtischen Gymnasien und am Weiterbildungskolleg der Stadt Düsseldorf (Abendgymnasium) die Schulsozialarbeit einzuführen. An jedem der derzeit noch fehlenden sieben Schulstandorte wird hierzu eine Vollzeitstelle geschaffen.
  • die bei zehn Gymnasien bestehenden anteiligen Stellen auf jeweils eine Vollzeitstelle aufzustocken.
  • alle neu errichteten weiterführenden städtischen Schulen in die Schulsozialarbeit einzubeziehen und diese mit jeweils einer Vollzeitstelle auszustatten.
  • für die städtischen Grundschul-Standorte mit besonderem sozialem Handlungsbedarf eine Aufstockung der Stundenanteile für die Schulsozialarbeit im Umfang von insgesamt fünf Vollzeitstellen durchzuführen.
  • alle neu errichteten Grundschulen analog zu vergleichbaren Standorten in die Stellenbemessung der Schulsozialarbeit einzubeziehen.

Entsprechende Haushaltsmittel sind für 2020 ff. bereitzustellen.

Weiterhin beschließt der Jugendhilfeausschuss, dass die Verwaltung vor den Sommerferien zur konzeptionellen Weiterentwicklung der Sozialarbeit unter Einbeziehung der Bedarfslage an den Düsseldorfer Kindertageseinrichtungen berichtet und dem Ausschuss hierzu bis zu den nächsten Etatberatungen einen Beschlussvorschlag vorlegt.

Begründung:

Die Verwaltung hat in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 3. September 2019 ausgeführt, dass die Schulsozialarbeit zum Schuljahr 2018/2019 von bislang fünf auf zwölf Gymnasialstandorte ausgeweitet wurde. Für die restlichen Schulen hat die Stadt Düsseldorf bislang keine Finanzmittel für Schulsozialarbeit zur Verfügung gestellt.

An allen 86 städtischen Grundschulen hat sich seit einigen Jahren Schulsozialarbeit etabliert. Die Sozialraumanalyse des Jugendamts hat jedoch gezeigt, dass an einzelnen Standorten Bedarf besteht, die erzieherischen und sozialen Hilfen auszuweiten. Zudem bedingt der Zuwachs an Schülerinnen und Schülern eine personelle Verstärkung, für die kommunale Gelder bereitgestellt werden müssen.   

Derzeit werden im Rahmen der schulorganisatorischen Maßnahmenpakete auch neue Haupt- und Gesamtschulen, Gymnasien sowie Realschulen in der Landeshauptstadt gebaut. Auch diese müssen zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung über Anlaufstellen der Sozialarbeit verfügen.

Die CDU-Ratsfraktion engagiert sich seit mehr als zehn Jahren für die konzeptionelle Weiterentwicklung und Verstetigung der Schulsozialarbeit im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans der Landeshauptstadt. Durch den beantragten Ausbau wird flächendeckend für alle Schulformen und an allen Schulen diese Unterstützung angeboten. Da das Angebot möglichst früh in der Bildungskette einsetzen soll, setzen wir uns außerdem dafür ein, die Sozialarbeit auch in den Kindertageseinrichtungen schrittweise einzuführen.  

Eine weiter gehende Begründung erfolgt mündlich.