Änderungsantrag zu TOP 5.4, Vorlagennummer OVA/053/2020: Einrichtung einer temporären Protected Bike-Lane entlang der Rheinachse von der Rotterdamer Straße über die Cecilienallee und das Joseph-Beuys-Ufer bis zur Höhe Oberkassler Brücke

Änderungsantrag zu TOP 5.4, Vorlagennummer OVA/053/2020: Einrichtung einer temporären Protected Bike-Lane entlang der Rheinachse von der Rotterdamer Straße über die Cecilienallee und das Joseph-Beuys-Ufer bis zur Höhe Oberkassler Brücke
Andreas Hartnigk
Sitzung am 05.05.2020
Andreas Hatnigk
Antrag:

Die CDU-Fraktion lehnt einen durchgehenden Radfahrstreifen, der auf der B1/Joseph-Beuys-Ufer, B1/Cecilienallee und der Rotterdamer Straße jeweils nur einen Fahrstreifen je Fahrtrichtung für den ÖPNV und den MIV übrig ließe, ab, da dieser zu erheblichen Verkehrsbehinderungen vor allem zwischen Homberger Straße/Kennedydamm und Rheinufertunnel führen kann.

Stattdessen wird die Verwaltung zur Verbesserung der Radverkehrssituation im Bereich der Rheinachse mit folgenden Maßnahmen beauftragt:

   1.  Joseph-Beuys-Ufer und Cecilienallee

  • Die Verwaltung hebt die Benutzungspflicht des Geh-/Radwegs am Joseph-Beuys-Ufer und der Cecilienallee dort, wo diese noch besteht (Vz. 240), dauerhaft auf. Der Gehweg wird stattdessen in beide Richtungen mit Zeichen 1022-10 (Radfahrer frei) zur Nutzung durch Radfahrer freigegeben. Die Nutzung der Fahrbahn durch Radfahrer wird so gestattet.
  • Die Verwaltung legt bis Ende Juni 2020 den AuF für die geplante Umbaumaßnahme Joseph-Beuys-Ufer (Verbreiterung Geh- und Radweg) vor und setzt die Maßnahme in den Sommerferien 2020 um.
  • Die Verwaltung prüft, ob im Bereich des Parkplatzes Cecilienallee (gegenüber Bezirksregierung und OLG) die Radfahrführung vom Auto-Park-Verkehr entzerrt werden kann (z. B. durch Anlage eines Radwegs zwischen Parkstreifen und Grünbewuchs).
  • Die Verwaltung prüft, ob im Bereich des Rheinparks Golzheim anstelle des gemeinsamen Rad-/Gehwegs entlang der Cecilienallee ein getrennter (nicht-benutzungspflichtiger) Rad- und Gehweg eingerichtet werden kann, wo der Radweg mindestens in der Regelbreite für einen Zwei-Richtungs-Radweg geteert/asphaltiert ist (aktuell starke Staubentwicklung im Sommer und Pfützen in den übrigen Jahreszeiten).
  • Die Kopfsteinpflasterungen an einzelnen Stellen des Geh-/Radwegs sind zeitnah durch eine leichter zu befahrende bzw. zu begehende Deckschicht (bzw. im Bereich der Radfurt durch Asphalt/Teer) zu ersetzen.
  • Die Verwaltung prüft für das Joseph-Beuys-Ufer und die Cecilienallee, ob kurzfristig und als befristetes Vorhaben bis zum Ende der Sommerferien 2020 zwischen Oederallee bis Uerdinger Straße durch dynamische Steuerung (Lichtzeichenanlagen o. Ä.) zu Schwach­verkehrszeiten, insbesondere an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen, und verkehrsmengenabhängig jeweils ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung für den Radverkehr (im Abschnitt Oederallee bis Robert-Lehr-Ufer mit dem Zusatz „Linienverkehr frei“) vorbehalten werden kann.

2.  Rotterdamer Straße

  • Der „sonstige Radweg“ in Richtung Innenstadt zwischen Gehweg und Fahrbahn ist – nachdem die Benutzungspflicht vor einigen Jahren aufgehoben und die Beschilderung demontiert wurde – als sonstiger Radweg eindeutig und durchgängig zu kennzeichnen (Bodenmarkierung).
  • Die Verwaltung prüft eine Verbesserung der Radwegeführung im Bereich Am Staad (Messeparkplätze/Arena) und Lohauser Deich (Bereich Parkplätze vor dem Wasserwerk). Dort wird der Radverkehr aktuell gemeinsam mit dem Fußgängerverkehr über einen engen Schotterweg geführt.
  • Die Verwaltung stellt, zunächst befristet zum Ende der Sommerferien 2020, im Bereich der Rotterdamer Straße durch provisorische Markierung oder Beschilderung oder dynamische Steuerung jeweils einen Fahrstreifen pro Richtung dem Radverkehr zur Verfügung. Dabei ist darauf zu achten, dass der Verkehr zu Arena und Messe bei Veranstaltungen nicht behindert wird und die Spuren für den Abreise- und Anreiseverkehr freigegeben werden können. Auch dürfen die Planungen für eine Park-and-Ride-Lösung im Bereich der Messeparkplätze nicht behindert werden. Auf der Grundlage der gewonnenen Erfahrungen wird eine dauerhafte, für den Veranstaltungsverkehr und Park-and-Ride-Ride ausreichend flexible Lösung erarbeitet.

   3.  Nördlicher Rheinradweg (Stockum bis Stadtgrenze)

  • Die Verwaltung erneuert die Deckschicht des Deichradwegs zwischen Kaiserswerth und Wittlaer (Leinpfad) in dem Abschnitt, wo diese sich in schlechtem Zustand befindet.
Begründung:

Eine Begründung erfolgt mündlich.

Andreas Hartnigk