(c) Michael Lübke
Ergänzungsantrag der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Vorlage AÖE/016/2026 in der Sitzung des Rates am 07.05.2026
Die Verwaltung wird gebeten, Maßnahmen zu erarbeiten, wie die Nutzung der Biotonne und damit die Sammlung organischer Abfälle signifikant weiter erhöht werden können.
Dabei soll auch die Einführung einer sogenannten Opt-Out-Option geprüft werden. Diese soll die regelhafte Nutzung von Biotonnen enthalten, wenn diese nicht abbestellt wird. Mit der Bau- und Planungsverwaltung sollen Möglichkeiten gesucht werden, darauf hinzuwirken, dass bei Wohn- und Gewerbeneubauten von vorneherein jeweils Standflächen für die Wertstofftonne, Papiertonne und die Biotonne bzw. -behälter vorgesehen werden. Bestehende ggf. beschränkende Regelungen bezüglich möglicher Behälterstandorte sollen mit betrachtet werden. Auf den Erfahrungen mit den Papiertonnen kann dabei aufgebaut werden.
Entsprechende Weiterentwicklung der Sammelbehältnisse (Stichwort: Chip) und -Fahrzeuge sowie die Identifikation und Vermeidung von Fremdstoffen und Fehlwürfen sind dabei bitte ebenfalls darzustellen.
Der Anteil an verwertbarem organischem Abfall am Restmüllaufkommen ist mit knapp 35 % nach wie vor sehr hoch.
Die Nutzung der Biotonne hat sich zwar in Düsseldorf seit ihrer kostenlosen Bereitstellung im Teilservice ab dem Jahr 2019 stetig erhöht, dennoch bleibt die Erfassung der verwertbaren organischen Abfälle unter ihren Möglichkeiten. Damit werden wertvolle Ressourcen verschenkt. Die wöchentliche Leerung die Biotonnen seit April 2025 und die Erweiterung um Bioabfälle „nach Kochtopf“ fließen in die aktuelle Restmüllanalyse noch nicht ein.
Der nach Kompostierung entstehende Komposterde hat in Düsseldorf eine sehr gute Qualität. Diese soll nach wie vor gewährleistet bleiben. In den Bioabfällen stecken viele nützliche Nährstoffe, die als wertvoller Humus und Dünger wieder in den Naturkreislauf zurückgeführt werden können.
In 77 Prozent der NRW-Kommunen besteht sogar ein Anschluss- und Benutzungszwang, der sich in 18 Kommunen nur auf Teilgebiete bezieht (Stand 2021).[1]


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