Neugestaltung östliche Königsallee

Neugestaltung östliche Königsallee
Sitzung am 16.07.2026
Andreas Auler

Ergänzungsantrag der Fraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Vorlage OVA/062/2026 im Rat am 16.07.2026

Antrag:

Der OVA beschließt unter Berücksichtigung folgender Maßgabe, im Übrigen vorlagegemäß:

Die Verwaltung wird gebeten im weiteren Planungsverlauf - ohne Verzögerung der beabsichtigten Fertigstellung - zu prüfen, ob

1. die Überwege auf dem Radweg so gekennzeichnet werden können, dass eine entsprechende Aufmerksamkeit für die Querungssituation bei Radfahrenden und zu Fuß Gehenden gewährleistet werden kann;

2. die Sicherheitsabstände zwischen dem Gehweg, dem Radweg und dem Längsparkstreifen optimiert werden können;

3. die Planung hinsichtlich der Verschwenkung des Radwegs zwischen Bahnstraße und Graf-Adolf-Straße, die Anschlüsse an die südliche Kö und den Corneliusplatz sowie im Hinblick auf die geplante Signalisierung an den Kreuzungen optimiert werden kann;

4. die Halteplätze für die Taxis zentraler und in der Fläche größer geplant werden können, um zu erwartende Bedarfe decken zu können;

5. die Materialauswahl für den Fußgängerbereich am Kö-Graben so gewählt werden kann, dass die Nutzung barrierefrei möglich ist, die Haltbarkeit auf Jahre gewährleistet werden kann und der Bereich optisch harmonischer zur ansonsten hellen Oberflächengestaltung der Kö passt;

6. gleichzeitig zur verkehrlichen Maßnahme auch die städtebaulichen Besonderheiten (Kandelaber, Kö-Graben-Einfriedung) gereinigt oder stilgerecht erneuert werden können, damit mit Fertigstellung der Baumaßnahme auch die umliegenden Kleinmaßnahmen abgeschlossen sind.

7. Maßnahmen ergriffen werden können, die eine frühere Fertigstellung als bislang geplant ermöglichen.

Das Prüfergebnis ist dem OVA in einer seiner nächsten Sitzungen mitzuteilen.

Begründung:

Die Königsallee ist für Düsseldorf von herausragender stadtbildprägender und identitätsstiftender Bedeutung. Bauliche Veränderungen in diesem Bereich wirken nicht nur kurzfristig auf die verkehrliche Ordnung, sondern prägen die städtebauliche Anmutung und die funktionale Qualität des zentralen Boulevards für die kommenden Jahrzehnte. Die weitere Planung muss daher die verkehrlichen Anforderungen und die städtebaulichen Zielsetzungen sorgfältig miteinander in Einklang bringen.

Ziel der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist es, die Königsallee als zentralen Düsseldorfer Prachtboulevard zu erhalten und zugleich so weiterzuentwickeln, dass sich alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer bedarfsgerecht wiederfinden.

Die Königsallee ist jedoch nicht nur Verkehrsraum, sondern auch ein besonderer öffentlicher Stadtraum mit hoher Bedeutung für Handel, Aufenthaltsqualität, Stadtbild und Identität Düsseldorfs. Die weitere Planung muss diesem Anspruch gerecht werden und eine ausgewogene Lösung zwischen Mobilität, Erreichbarkeit, Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und städtebaulicher Qualität sicherstellen.

 

Rolf Tups, Mirja Cordes, Dr. Frank Schulz