Schwerpunktthemen zur Förderung der Migrantenorganisationen für das Jahr 2027

Missagh Ghasemi
Sitzung am 20.04.2026
André Tischendorf

Änderungsantrag der CDU-Ratsfraktion, Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU-Internationale-Liste, GRÜNE Internationale offene Liste zur Sitzung des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration am 20. April 2026

Antrag:

Änderungsantrag zum in der Sitzung am 4. Februar 2026 eingebrachten Antrag mit der Vorlagen-Nr. ACI/009/2026:

Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration beschließt, die im ursprünglichen Antrag vorgesehenen Schwerpunktthemen zu ändern. Die Schwerpunktthemen für die Projektförderung der Migrantenorganisationen im Förderjahr 2027 lauten nun:

1.Sprache und Bildung

2.Migrantische Erinnerungskulturen

Begründung:

Integrative Projekte, die sich mit dem vorgenannten Schwerpunktthema im kommenden Jahr befassen, wollen wir auf der Grundlage der Richtlinien zur Förderung von Integrationsmaßnahmen der Migrantenorganisationen besonders unterstützen.

Die Wahl dieser Schwerpunktthemen trägt der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung und stärkt die Rolle der Migrantenorganisationen als Gestalterinnen einer vielfältigen und demokratischen Stadtgesellschaft.

Sprache und Bildung

Migrantenorganisationen spielen eine wichtige Rolle im Bereich Sprache und Bildung,weil sie oft als Brücke zwischen verschiedenen Kulturen und dem Bildungssystem fungieren. Sie können Menschen mit Migrationshintergrund beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützen und ihnen helfen, Bildungsangebote besser zu verstehen und zu nutzen. Außerdem schaffen sie vertrauensvolle Räume, in denen sprachliche Unsicherheiten abgebaut werden können. Durch ihre Nähe zur Zielgruppeerkennen sie Bedürfnisse früh und können gezielte Projekt zum Thema Sprache und Bildung entwickeln.

Migrantische Erinnerungskulturen

Die bisherige Erinnerungskultur blendet die Perspektiven und Erfahrungen von Migranten und ihren Nachkommen noch viel zu oft aus. Dabei ist die Geschichte der Migration untrennbar mit der Geschichte unserer Stadt verbunden. Migrantenorganisationen bewahren Geschichten von Ankommen, Heimat, Verlustund Neuanfang. Mit diesem Schwerpunkt fördern wir Projekte, die, eigene Narrative schaffen und ein vielstimmiges, inklusives Bild unserer Stadtgeschichte zu zeichnen. Dies leistet einen wichtigen Beitrag zur Identitätsbildung der nachfolgenden Generationen und fördert das gegenseitige Verständnis aller Bürger. Indem wir die Geschichten des Einwanderungslandes sichtbar machen, schaffen wir eine gemeinsame Grundlage für die Zukunft.
Die Wahl dieser beiden Schwerpunkte ein klares Bekenntnis zu einer aktiven, demokratischen und inklusiven Stadtgesellschaft. Die Förderung dieser Themen ist daher nicht nur sinnvoll, sondern für eine zukunftsgerichtete Integrations- und Demokratiepolitik unerlässlich.

André Tischendorf, Isabel Sarajan, Samy Charchira, Hooria Oueddan,