Ed Sheeran: CDU gegen Sondergenehmigung für Open-Air-Fläche

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Ed Sheeran: CDU gegen Sondergenehmigung für Open-Air-Fläche

Rüdiger Gutt
Rüdiger Gutt: „Der enorme Zeitdruck verhindert eine sorgfältige Prüfung aller Problempunkte.“
12.06.2018 |
Rüdiger Gutt

Die CDU-Ratsfraktion hat sich gestern Abend gegen eine Ausnahmegenehmigung für die Open-Air-Fläche auf dem Messeparkplatz ausgesprochen. Dort soll im Juli das Ed-Sheeran-Konzert stattfinden. Die CDU-Mitglieder im Planungsausschuss werden daher das Areal nicht für die gewünschte Nutzung freigeben. Die Bedenken wegen des Zeitdrucks, der eine sorgfältige Prüfung der Antragsunterlagen unmöglich mache, hätten den Ausschlag gegeben, begründet die Union ihre Entscheidung.

„Der enorme Zeitdruck, der aufgebaut wurde, um das Ed-Sheeran-Konzert kurzfristig nach Düsseldorf zu holen, ist unzumutbar und macht uns eine sorgfältige Prüfung sämtlicher Problempunkte in den Unterlagen unmöglich. Wir als CDU befürchten, dass nicht alle Risiken ausgeschaltet werden können“, erklärt Fraktionschef Rüdiger Gutt.

Erhebliche Probleme sieht die CDU-Fraktion laut Gutt besonders in drei Bereichen: „Es sollen 104 satzungsgeschützte Bäume gefällt werden. Dieser Eingriff für nur ein einziges Konzert übersteigt für uns jedes Maß. Zudem ist die Lärmbelastung für Anwohner und benachbarte Stadtteile viel höher als bisher angenommen. Und wir haben starke Zweifel an den Annahmen im vorgelegten Verkehrskonzept, das eine geordnete Situation für 85.000 Konzertbesucher sicherstellen soll. Das alles wollen und können wir so in dieser Form nicht überhastet entscheiden und verantworten.“

Verfahren ohne Zeitdruck
Die CDU-Ratsfraktion rät zu einem neuen Anlauf für die Planung einer Eventfläche auf dem Messeparkplatz für einzelne Sommerveranstaltungen. „So wie ursprünglich geplant, sollte dies in einem ordentlichen Genehmigungsverfahren ohne Zeitdruck geschehen. Das ist auch bei anderen Bauvorhaben so üblich“, betont Gutt. „Politik in Düsseldorf kann nur mit und nicht gegen die Menschen in unserer Stadt gestaltet werden.“