CDU wird Erhalt des Bücherbusses beantragen

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CDU wird Erhalt des Bücherbusses beantragen

F.G. Conzen und A. Auler
Friedrich G. Conzen (l.) und Andreas Auler: Bus mit neuem Konzept über Sponsoren finanzieren
05.11.2015 |
Friedrich G. Conzen und Andreas Auler

Die CDU will per Haushaltsantrag im Dezember dafür sorgen, dass der Düsseldorfer Bücherbus erhalten bleibt. Das kündigte die Fraktion in der heutigen Ratssitzung an.

„Die erforderlichen Mittel sollen in den Haushalt für 2016 eingestellt werden. Denn wir wollen, dass der Bus weiter fahren kann. Er leistet kulturelle Nahversorgung für die Stadtteile. Er hilft allen, die die Stadtteilbüchereien nur schwer erreichen können: vor allem Familien mit Kindern, Älteren und Menschen mit eingeschränkter Mobilität“, sagt Bürgermeister Friedrich G. Conzen, Vorsitzender im Kulturausschuss.

Neues Konzept
Zudem wird die CDU ein neues Servicekonzept fordern. „Dadurch soll das Medienangebot im Bus künftig einfacher nutzbar sein. Sinnvoll wären zum Beispiel andere Fahrt- und Öffnungszeiten, um Kinder und Jugendliche noch besser zu erreichen, die bis nachmittags in der Schule sind. Der Bus könnte auch einen Beitrag leisten zur Integration von Zugewanderten“, so Conzen.

Ampel kneift im Rat
Ratsherr Andreas Auler, stellvertretender Vorsitzender im Beschwerdeausschuss, ergänzt: „Heute im Rat haben sich SPD, Grüne und FDP vor der Diskussion gedrückt. Sie ließen wegen Beratungsbedarfs den Beschluss zur Abschaffung des Busses von der Tagesordnung nehmen. Die Ampel hat offensichtlich kalte Füße bekommen. Nur: Mit der Absetzung der Vorlage bleibt das Problem bestehen. Nach wie vor steht der Bücherbus zum 1. Januar 2016 vor dem Aus. Weder OB Geisel noch Rot-Grün-Gelb haben sich zum Buserhalt bekannt. Das nenne ich ein sozial- und kulturpolitisches Armutszeugnis.“

Sponsoren finden
Auch für eine haushaltsneutrale Finanzierung hat die CDU Ideen. Friedrich G. Conzen: „Die Stadt soll sich um Sponsorengelder kümmern. Ich bin mir sicher, dass sich Spenderinnen und Spender für die gute Sache finden. Dass der OB selbst an eine Sponsorenlösung bislang nicht gedacht hat, ärgert mich. Dabei rühmt er sich doch immer seiner guten Kontakte zur Wirtschaft. Für den Bücherbus und die Menschen in den Stadtteilen kann er ruhig mal Klinken putzen gehen.“