CDU will Expertenrunde für neue Oper

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CDU will Expertenrunde für neue Oper

R. Gutt und F.G. Conzen
Rüdiger Gutt (l.) und Friedrich G. Conzen: „Wir wollen den Weg für eine Entscheidung über das Opernhaus bereiten, die für Düsseldorf am besten ist.“
11.09.2018 |
Rüdiger Gutt und Friedrich G. Conzen

Im Rahmen einer internationalen Fachtagung soll über die Zukunft der Düsseldorfer Oper beraten werden. Eines der Ziele des Symposiums: die Klärung der Frage nach einem Neubau des Opernhauses am bisherigen Standort Heinrich-Heine-Allee. Zur Vorbereitung der Tagung soll die Verwaltung mit der Deutschen Oper am Rhein ein Konzept erarbeiten. So sieht es ein Antrag der CDU-Fraktion für die kommende Ratssitzung vor. Damit will die CDU für Klarheit in der Debatte um den Fortbestand der Spielstätte sorgen.

„Wir fordern die Einberufung einer internationalen Expertenrunde aus namhaften Intendanten, Architekten und anderen Fachleuten. Bei dieser Zusammenkunft soll ein tragfähiges Zukunftsbild der Oper für Düsseldorf entworfen werden“, sagt Rüdiger Gutt.

Standort soll bleiben
Der CDU-Fraktionschef verweist auf die Hamburger Elbphilharmonie: „Das Konzerthaus ist in kürzester Zeit zu einem kulturellen Wahrzeichen geworden. Auch in Düsseldorf wollen wir der Oper neuen Glanz verleihen.“ Deren zentraler Standort an der Heinrich-Heine-Allee soll dabei erhalten bleiben. „Das Opernhaus befindet sich in bester Lage zwischen Hofgarten, Dreischeibenhaus und Königsallee. Die Verkehrsanbindung ist hervorragend.“ Alle Sehenswürdigkeiten und Flaniermeilen der City seien fußläufig erreichbar. „Besonders die Projekte Kö-Bogen I und II bieten städtebaulich eine Steilvorlage, um die jetzige Gebäudesituation der Oper zu überdenken“, so Gutt.

Bürgermeister Friedrich G. Conzen, Vorsitzender im Kulturausschuss, teilt den Ansatz von Gutt: „Der Standort ist ideal, der Zustand des Gebäudes nicht. Die Expertenrunde soll darüber diskutieren, wie sinnvoll ein Neubau an gleicher Stelle wäre – vor allem angesichts des großen Sanierungsbedarfs in den nächsten Jahren. Die Kernfrage lautet: Besser Geld in einen Neubau investieren, als weiter hohe Summen für Sanierung und Reparatur ausgeben?“

Oper der Zukunft
Conzen erhofft sich noch mehr Erkenntnisse durch die Tagung: „Die Fachleute sollen uns sagen, welche Bedeutung die Institution Oper heute und in Zukunft hat. Sie sollen sich äußern, welche klanglichen, architektonischen, räumlichen und technischen Anforderungen ein modernes Opernhaus erfüllen muss, um attraktiv zu sein.“ Zudem gehe es um Anregungen zur Erschließung neuer Publikumsgruppen. „Oper soll vielen Menschen Freude machen. Sie muss auch weiterhin für Jüngere oder weniger Kulturinteressierte offen sein“, betont Conzen. Dafür sei es wichtig, Wünsche und Erwartungen von Besuchern zu kennen. „Überdies ist eine strahlkräftige Oper vorteilhaft im wirtschaftlichen Wettbewerb der Städte“, so Conzen.

Die CDU-Ratsfraktion möchte mit ihrem Vorstoß die Diskussion um die Zukunft der Düsseldorfer Oper und ihren Standort zu einem Ergebnis führen: „Bislang kamen aus der Politik sehr unterschiedliche Vorschläge, was aus dem Opernhaus werden soll. Die CDU will nun den Weg für eine Entscheidung bereiten, die für Düsseldorf am besten ist“, sagen Gutt und Conzen.