CDU stellt klar: Rheinbahn bis Geisels Übernahme auf gutem Kurs

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CDU stellt klar: Rheinbahn bis Geisels Übernahme auf gutem Kurs

Andreas Hartnigk
Andreas Hartnigk: „Von wegen Kaputtsparen: Zwischen 2006 und 2016 wurden 650 Millionen Euro in die Zukunft der Rheinbahn investiert.“
13.11.2018 |
Andreas Hartnigk

Die CDU-Ratsfraktion wehrt sich gegen Vorwürfe von Oberbürgermeister Thomas Geisel, die Rheinbahn sei zwischen 2006 und 2016 kaputtgespart worden. Vielmehr habe es in dieser Zeit Investitionen in Höhe von 650 Millionen Euro gegeben, die unter anderem in Fahrzeuge und Infrastruktur geflossen seien, so die CDU. Zudem seien bis 2014 die Fahrgastzahlen der Rheinbahn stetig gestiegen. OB Geisel wolle von eigenen Versäumnissen als Aufsichtsratsvorsitzender ablenken, kritisiert die Union.

CDU-Fraktionsvize Andreas Hartnigk war von 2009 bis 2014 selbst Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinbahn und ist heute Aufsichtsratsmitglied. Er stellt klar, dass die Rheinbahn in der Zeit von Ex-Vorstandssprecher Dirk Biesenbach und Arbeitsdirektor Klaus Klar auf gutem Kurs gewesen sei: „Biesenbach war von 2003 bis Anfang 2016 im Amt. In dieser Zeit stiegen die Fahrgastzahlen steil an: von 208 auf 220 Millionen Personen bis ins Jahr 2014. Dagegen gingen sie unter Michael Clausecker deutlich zurück – auf zuletzt etwa 216 Millionen. Und das trotz wachsender Stadt.“

Millionen-Investitionen für die Zukunft
Hartnigk verweist außerdem auf umfangreiche Projektinvestitionen bis 2014, die die Rheinbahn zukunftsfähig gemacht haben: „Die Sicherheit bei der Zugtechnik ist entscheidend verbessert worden, Fahrzeuge wurden saniert, neue Busse angeschafft. Die Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten im Fahrbetrieb wurden modernisiert. Mit dem Ausbau von Hochbahnsteigen, mobilitätsgerechten Bushaltestellen und dynamischen Fahrgastinformationen hat sich die Kundenfreundlichkeit der Rheinbahn bis 2014 deutlich erhöht.“ Hinzu kämen die stadtbahngerechte Erweiterung der Zulaufstrecken an der Wehrhahn-Linie sowie die Vergrößerung des Betriebshofs in Lierenfeld, so Hartnigk. „Nebenbei wurde der Neubau des Rheinbahnhauses in Lierenfeld geplant. Entstanden ist ein klima-optimiertes Verwaltungsgebäude mit hochmodernen Arbeitsplätzen. Das geschah mit breiter Beteiligung der Beschäftigten.“

Betriebsklima vormals besser
Überhaupt sei die Stimmung unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rheinbahn seinerzeit besser gewesen als heute, betont Hartnigk. „Allein der Krankenstand lag erheblich unter den jetzigen Zahlen. Das spricht für die damalige Führungskultur.“

Externe Beratung ohne Erfolg
Vor diesem Hintergrund weist Verkehrsexperte Hartnigk die Kritik von OB Geisel an seiner Person und an Biesenbach scharf zurück: „Geisel liegt völlig neben der Spur, wenn er als Aufsichtsratschef behauptet, früher wurde nur auf Defizitverringerung und nicht auf Wachstum geachtet.“ Der OB solle sich stattdessen die Millionenkosten für externe Beratungsleistungen vor Augen halten, die er zu verantworten habe. „Gebracht hat das alles nichts. Weder im Ergebnis noch in der Leistung hat die Rheinbahn aufgeholt. Auch was die Hochflurwagen des Typs B 80 angeht, hat Geisel es selbst in der Hand, die Bestellung neuer Bahnen, die erst für 2020 vorgesehen sind, vorzuziehen“, unterstreicht Hartnigk.