CDU setzt auf Digitalisierung in der Kultur

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CDU setzt auf Digitalisierung in der Kultur

F.G. Conzen und P. Madzirov
26.11.2018 |
Friedrich G. Conzen und Pavle Madzirov

Die CDU-Ratsfraktion will den Einsatz digitaler Medien in der Vermittlung von Kunst und Kultur vorantreiben. Konkret hat die Fraktion die Entwicklung einer App beantragt, die eine Übersicht über das vielfältige Düsseldorfer Kulturangebot geben soll. Zudem möchte die CDU, dass die hiesigen Museen künftig auch die Möglichkeiten von erweiterter und virtueller Realität nutzen, um vor allem mehr junge Leute anzusprechen. Beide Vorschläge lehnte die Ampelmehrheit aus SPD, Grünen und FDP im Kulturausschuss ab.

Bürgermeister Friedrich G. Conzen, Vorsitzender im Ausschuss, hätte gern eine Kultur-App, die als digitales Schaufenster für das Düsseldorfer Kulturangebot dient: „Mir ist völlig unverständlich, warum die Ampel das jetzt verhindert hat. Die Applikation wäre eine sinnvolle Ergänzung zur neuen Kulturseite der Stadt im Internet, die 2019 an den Start gehen soll.“ Schon für diesen Webauftritt habe die CDU fast zehn Jahre politisch gekämpft und sich am Ende durchgesetzt, so Conzen. „Seit 2009 fordern wir einen Online-Terminkalender, wo man alles findet, was Kunst und Kultur in Düsseldorf zu bieten haben. Der kommt jetzt endlich. Nicht aber eine spezielle Kultur-App mit multimedialen Inhalten und interaktiven Funktionen. Da mauert die Ampelseite.“

„Ampel auf digitalem Auge blind“
Ratsherr Pavle Madzirov, Mitglied im Kulturausschuss, kritisiert die Ignoranz der Ampel: „SPD, Grüne und FDP sind auf dem digitalen Auge blind. Sie verweigern sich dem medientechnologischen Fortschritt. Düsseldorf droht der Absturz in die analoge Provinz.“ Wenn die Landeshauptstadt als Kulturmetropole an der Spitze bleiben wolle, müssten die Düsseldorfer Museen verstärkt auf modernste Formen der Kunstvermittlung setzen. „Gerade junge Leute wollen Kultur auch über digitale Anwendungen erleben. Mit ‚Augmented Reality‘ und ‚Virtual Reality‘ werden Museumswelten zu spannenden und leicht zugänglichen Lernorten für Kinder und Jugendliche, wo neue Wahrnehmungen und Erfahrungen möglich sind“, betont Madzirov.