CDU gegen höhere Bäderpreise

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CDU gegen höhere Bäderpreise

Andreas-Paul Stieber (l.) und Dirk-Peter Sültenfuß: Bäder und Schwimmen sind Grundversorgung
10.05.2016 |
Andreas-Paul Stieber und Dirk-Peter Sültenfuß

Die CDU-Ratsfraktion protestierte heute im Ausschuss für Jugendhilfe gegen die Preisanhebung in den vier Düsseldorfer Freibädern. Seit 1. Mai zahlen dort Jugendliche und Studierende einen höheren Eintritt.

Ratsherr Andreas-Paul Stieber, stellvertretender Ausschussvorsitzender, hält die Verteuerung für ungerecht: „Die Bädergesellschaft spart auf Kosten der jungen Leute. Das ist jugend- und sozialpolitisch eine Frechheit. Von der CDU kommt ein hartes Nein.“

„Ampel ruiniert Familienstadt“
Stieber beobachtet mit Sorge, wie die Stadtspitze neuerdings Familien gezielt benachteiligt: „Im letzten Jahr wollte OB Geisel die Kitabeiträge für über Dreijährige wieder einführen. Das konnte die CDU in letzter Sekunde verhindern. Dann hat Geisel zusammen mit SPD, Grünen und FDP den Bücherbus abgeschafft. Im Sport wurde bei den Kunstrasenplätzen gekürzt, beim Wohnen der preisgedämpfte Bereich beschnitten. Und jetzt sollen noch die Jugendlichen in den Freibädern bluten. Rot-Grün-Gelb ruiniert die Familienstadt Düsseldorf.“

Der Familienexperte fordert zudem, die Abschaffung des Bäderrabatts bei Familien- und Ehrenamtskarte zurückzunehmen: „Die Familienkarte soll Familien finanziell entlasten. Die Ehrenamtskarte ist Anerkennung für freiwilligen sozialen Einsatz. Die CDU will hier keine Verschlechterungen. Wir müssen auch darauf achten, dass junge Geflüchtete schwimmen lernen.“

Schwimmförderung in Gefahr
Ähnlich denkt Ratsherr Dirk-Peter Sültenfuß, Vizevorsitzender im Sportausschuss: „Eintrittsermäßigungen für Kinder, Jugendliche und Ehrenamtliche in Schwimmbädern sind mit die beste Sportförderung. Die Stadt kann nicht einerseits besondere Schwimmprogramme für die Kleinen auflegen und als dringend notwendig einstufen. Und sie dann andererseits durch höhere Preise vom Schwimmen abhalten.“

Sültenfuß kritisiert das Bündel an Einschnitten: die verkürzten Öffnungszeiten der Freibäder, die Absenkung der Wassertemperatur, die Schließung des Benrather Hallenbads und seiner Sauna in den Sommermonaten sowie die Sperrung der Sauna im Gartenhallenbad Unterrath: „Die Stadt als Gesellschafterin der Bädergesellschaft muss Geld nachschießen. Der Bereich Bäder und Schwimmen gehört zur Grundversorgung.“

Die Stadtspitze hätte früher reagieren müssen: „Letztes Jahr im Herbst hat die CDU beantragt, genug Geld für den Bäderbetrieb in den Haushalt einzustellen. SPD, Grüne und FDP haben unseren Antrag abgelehnt. Ausbaden sollen das Versäumnis nun die Düsseldorfer Familien. Nicht mit uns“, verdeutlicht Sültenfuß.