Anfrage: Schadstoffbelastung des ehemaligen Thyssen-Krupp-Geländes in Benrath

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Anfrage: Schadstoffbelastung des ehemaligen Thyssen-Krupp-Geländes in Benrath

19.03.2015 | Rüdiger Gutt
Anfrage:
  1. Welche Schadstoffbelastungen haben die bisherigen Boden- und Grundwasseruntersuchungen auf dem ehemaligen Thyssen-Krupp-Gelände in Benrath ausgewiesen, welche Grenzwerte wurden überschritten, und welche Auswirkungen haben die Belastungen auf die geplante Neunutzung der Flächen als Schulstandort?
  2. Welcher Sanierungsbedarf und welche Sanierungskosten ergeben sich hieraus, und wie sieht der Zeitrahmen für die Erstellung eines Sanierungskonzepts und einer umfangreichen Sanierung aus?
  3. Warum hält der Eigentümer des Grundstücks (Thyssen-Krupp) im Gegensatz zur Verwaltung die bisherigen Umweltgutachten zur Einschätzung des Sanierungsbedarfs für ausreichend, und welche zeitlichen Verzögerungen ergeben sich aus den unterschiedlichen Auffassungen beider Seiten?
Begründung:

Auf dem ehemaligen Thyssen-Krupp-Gelände in Benrath wurden 2012 und 2013 hohe Schadstoffbelastungen festgestellt. Aus diesem Grund hat die Verwaltung die Neunutzung als Schulstandort nicht weiter verfolgt.

Grundwasser und Flächenversiegelung werden derzeit regelmäßig überwacht, Niederschlagswasser gesondert beseitigt und das Gelände konsequent abgeriegelt, um Gesundheitsgefahren zu vermeiden.

In der Ratssitzung am 5. Februar 2015 erläuterte die Verwaltung, dass sie nun weitere Untersuchungen für notwendig hält, um den tatsächlichen Sanierungsbedarf für eine Neunutzung des Geländes abschließend zu bestimmen.

Der Eigentümer des Grundstücks (Thyssen-Krupp) bewertet allerdings „den Untersuchungsstand für ausführlich und ausreichend“. Daher stellt sich die Frage, inwieweit die unterschiedlichen Auffassungen beider Seiten die zugesagte zeitnahe Prüfung weiter verzögert und wer die Kosten für zusätzliche Untersuchungen trägt.

Für die CDU-Ratsfraktion hat der zeitnahe Neubau des Albrecht-Dürer-Berufskollegs für die rund 4.700 Schülerinnen und Schüler des Kollegs oberste Priorität. Deshalb dürfen die aktuellen Prüfungen nicht zu weiteren Verzögerungen führen. Mit der Anfrage möchte sich die CDU daher genauer über Ergebnisse und zeitliche Planung der Verwaltung informieren.