Wieder Ärger um RRX: Bahn legt Erörterungstermin auf kurz vor Weihnachten

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Wieder Ärger um RRX: Bahn legt Erörterungstermin auf kurz vor Weihnachten

Andreas Auler und Dirk-Peter Sültenfuß
Andreas Auler (l.) und Dirk-Peter Sültenfuß: „Ein solcher Termin macht nur dann Sinn, wenn zahlreiche Bürgerinnen und Bürger teilnehmen.“
04.12.2017 |
Andreas Auler und Dirk-Peter Sültenfuß

Die CDU-Ratsfraktion kritisiert die Deutsche Bahn Netz AG wegen deren Termingestaltung: Die Bahn will die Einwände aus der Bevölkerung zum geplanten Streckenabschnitt Wehrhahn-Unterrath des Rhein-Ruhr-Express (RRX) am 19. Dezember vormittags diskutieren lassen. Die CDU nennt den Zeitpunkt „unsäglich“. Die Bahn handle selbstherrlich.

Ratsherr Andreas Auler aus Angermund hat sich schon mehrfach über das Vorgehen der Bahn beim RRX-Projekt geärgert: „Das Großvorhaben steht und fällt mit dem Zuspruch durch die Bürgerinnen und Bürger. Leider sorgt die Bahn immer wieder für Unmut.“

Die Terminvorgabe für die Erörterung zum Abschnitt Wehrhahn-Unterrath sei ein erneuter grober Patzer, so Auler. „In der Woche vor Weihnachten haben die Menschen anderes zu tun. Und am Dienstagvormittag um 10 Uhr können die Berufstätigen meist nicht. Echte Bürgerbeteiligung sieht anders aus. Ich habe den Eindruck: Die Bahn ist an einem ernsthaften Umgang mit den Einwendungen aus der Bevölkerung im förmlichen RRX-Planfeststellungsverfahren gar nicht interessiert.“

Auler erinnert daran, dass sich die Kleine Kommission RRX bereits in ihrer Septembersitzung einstimmig gegen einen Termin in Weihnachtsnähe ausgesprochen hatte.

Ratsherr Dirk-Peter Sültenfuß, zuständig für Unterrath, rät dringend zu einer Terminverschiebung: „Die Bahn sollte umgehend einlenken und die Erörterung ins neue Jahr verlegen. Denn ein solcher Termin macht nur dann Sinn, wenn zahlreiche Bürgerinnen und Bürger teilnehmen.“