Sicherheitskonzept: Geisel übernimmt CDU-Vorschläge

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Sicherheitskonzept: Geisel übernimmt CDU-Vorschläge

Andreas Hartnigk
Andreas Hartnigk: „Es ist wichtig, dass Polizei und Stadt jetzt umfassend handeln.“
07.01.2016 |
Andreas Hartnigk

Die CDU-Ratsfraktion sieht sich in ihrer Forderung nach mehr Sicherheit für Düsseldorf bestätigt. Die von ihr vorgeschlagenen Maßnahmen greift Oberbürgermeister Thomas Geisel nun auf.

„Unsere Forderungen haben Früchte getragen“, sagt Ratsherr Andreas Hartnigk, stellvertretender Vorsitzender im Ordnungsausschuss. „Stadtspitze und Polizei rüsten sich für Karneval und entwickeln ein Sicherheitskonzept. Es soll mehr Einsatzkräfte und mehr Videobeobachtung geben. Darauf drängen wir schon lange. Was an Sicherheit bei Bundesligaspielen die Regel ist, muss auch für Straßen und Plätze gelten.“

Ampel-Nein gegen Videoüberwachung?
Fraglich sei, wie das Ampelbündnis reagieren werde. „SPD, Grüne und FDP waren bisher gegen zusätzliche Videokameras an Kriminalitätsschwerpunkten wie dem Burgplatz. Sollten sie bei ihrem Nein bleiben, werden die Menschen dafür kein Verständnis haben nach den schlimmen Vorfällen in Köln und Düsseldorf“, so Hartnigk.

Sorgen der Bürger ernst nehmen
Der Sicherheitsexperte warnt: „Die Sicherheit auf unseren Straßen darf nicht den Bürgerwehren überlassen werden. Der Rechtsstaat wäre am Ende, wenn Bürgerinnen und Bürger glauben, sich selber schützen zu müssen, weil sie Sorge haben, dass der Staat versagt. Darum ist es wichtig, dass Polizei und Stadt jetzt umfassend handeln.“

Hartnigk ist zuversichtlich, dass dann auch der Düsseldorfer Polizeipräsident im Ordnungsausschuss berichten könne: „Seine Einladung haben SPD, Grüne und FDP bislang verhindert.“