RRX in Angermund: CDU für Deckellösung als Lärmschutz

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RRX in Angermund: CDU für Deckellösung als Lärmschutz

R. Gutt und A. Auler
Rüdiger Gutt (l.) und Andreas Auler: „Nur die Einhausung der Gleise bietet nachhaltigen Lärm- und Gesundheitsschutz für die Angermunderinnen und Angermunder.“
16.02.2017 |
Rüdiger Gutt und Andreas Auler

Die CDU-Ratsfraktion will, dass die Deutsche Bahn die Deckellösung für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) konkret in ihre Planungen aufnimmt. Bei der sogenannten Einhausung soll die knapp ein Kilometer lange Gleisstrecke durch den Ortskern von Angermund tiefer gelegt und mit einem Deckel aus Beton verschlossen werden. Diese Variante hatte die Bürgerinitiative Angermund in die Beratungen am Runden Tisch mit Bahn und Stadt eingebracht.

Die CDU-Fraktion stellt dazu einen Antrag in der nächsten Ratssitzung. Fraktionschef Rüdiger Gutt erklärt: „Der Rat soll die Bahn ersuchen, die Einhausungslösung weiter zu verfolgen und dafür auch Detailpläne zu entwickeln. Im Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner kann es die CDU nicht gutheißen, dass sich die Bahn in ihrer bisherigen Planung vor allem auf Lärmschutzwände festgelegt hat. Wir wollen jetzt einen echten Anlauf für die Deckellösung.“

Wände schützen nicht vor Vibration
Nach Ansicht von Gutt schirmen Wände zwar Bahnlärm, nicht aber Erschütterungen ab: „Wir brauchen beides: optimalen Schall- und Vibrationsschutz. Damit steht und fällt die Akzeptanz der Angermunder Bevölkerung für den RRX. Deshalb unterstützt die CDU-Fraktion die Initiative Angermund e. V.: Neben den Schutzwänden soll auch die Einhausung der Gleise ernsthaft und ergebnisoffen von der Bahn beplant werden.“

Ratsherr Andreas Auler, zuständig für Angermund und Kalkum, sieht das RRX-Projekt als Chance: „Der Ausbau auf sechs Gleise bietet die einmalige Gelegenheit, den Lärm- und Gesundheitsschutz für die Menschen vor Ort endlich nachhaltig zu verbessern. Das leistet nur die Einhausung der Bahnstrecke. Diese Lösung eröffnet zudem positive gestalterische Möglichkeiten wie etwa die Schaffung von Grünflächen.“

Dialog mit Bahn, Bund und Land
Auch Auler sieht die Stadt in der Pflicht, auf die Bahn einzuwirken: „Der Weg muss sein, dass sich an die Detailplanung für die Deckellösung eine belastbare Kostenschätzung anschließt. Das wäre eine wirklich seriöse Basis für weitere Entscheidungen. Die Verwaltung soll sich jetzt zeitnah bei Bahn, Bund und Land für dieses Vorgehen einsetzen.“