Nein zu neuem Krieger-Konzept: CDU will Planverfahren wie gehabt zu Ende bringen

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Nein zu neuem Krieger-Konzept: CDU will Planverfahren wie gehabt zu Ende bringen

Birgit Schentek und Dr. Alexander Fils appellieren an Unternehmens-Chef Kurt Krieger: „Kehren Sie zu dem vereinbarten Bebauungsplanentwurf zurück.“
15.03.2018 |
Birgit Schentek und Dr. Alexander Fils

Die CDU-Ratsfraktion hält am derzeit laufenden Bebauungsplanverfahren für die Theodorstraße aus städtebaulichen, verkehrlichen und Klimaschutzgründen fest. Aktuellen Änderungswünschen der Krieger-Gruppe nach einem Hochregal-Lager und einer weitgehenden Versiegelung der Fläche erteilt die Union dagegen eine Absage. Der im Dezember 2017 zur Offenlegung beschlossene Bebauungsplanentwurf sowie die Eckpunkte-Vereinbarung zwischen Stadt und Möbelfirma seien ein guter Kompromiss.

Ratsherr Dr. Alexander Fils, Vorsitzender im Planungsausschuss, betont: „Mit den Stimmen der CDU-Fraktion wird das Hochregal-Lager nicht verwirklicht. Zusätzlich sind wir gegen die angedachte Versiegelung, für die es auf dem Gelände keinen Ausgleich geben soll. Schade ist auch, dass es nach den Vorstellungen von Krieger nur noch ein einziges Möbelhaus geben soll.“

Stark macht sich Fils indes für die Umsetzung des Bebauungsplanentwurfs mit Eckpunktepapier: „Das ist das vereinbarte Konzept, das die CDU unterstützt. Darin sind zwei einzelne Möbelhäuser mit preislich unterschiedlichen Sortimenten vorgesehen. Eingefasst wird das Ensemble von Grünflächen und einem Feuchtbiotop. Diese Lösung ist städtebaulich zu begrüßen und dabei auch klimafreundlich.“

Am liebsten hätte Fils allerdings den ursprünglichen Gestaltungsvorschlag aus dem Jahr 2016 mit insgesamt drei Möbelhäusern gehabt. „Da sollte das Hauptgebäude noch von zwei Flügelgebäuden gerahmt werden. Eins davon wäre das umgebaute Autohaus gewesen, das dann aus dem Bebauungsplanentwurf 2017 rausgenommen wurde.“

Bauchschmerzen hat Fils nun aber vor allem bei dem von Krieger neu gewünschten Hochregal-Lager mit seinen 44 Metern Höhe. „Ein derart massives Gebäude direkt an der A52 hätte keinen einladenden Charme an einer von Düsseldorfs Hauptzufahrten. Für mich wäre das eine Bausünde.“ Zudem sei ein höheres Verkehrsaufkommen zu erwarten. „Das ist bei einem Lager, von dem Lastwagen zu den übrigen Verkaufsstätten und den Kunden in NRW fahren, sicherlich ausgeprägter als beim Kunden- und Lieferverkehr nur für zwei Möbelhäuser.“

Kein Effekt für Rath
Ablehnend zeigt sich auch die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung 6. Birgit Schentek, erste Vize-Bezirksbürgermeisterin, bleibt gegenüber den Wünschen von Krieger hart: „Dazu reichen wir nicht die Hand. Der jetzige Vorstoß der Firma trägt weder zur erhofften Aufwertung des Areals Theodorstraße noch zur Weiterentwicklung von Rath bei.“

Anders sei der Fall beim vereinbarten Bebauungsplanentwurf, so Schentek. „Die Angebotsvielfalt der geplanten zwei Möbelhäuser würde Kundinnen und Kunden anlocken, die dann auch zur Westfalenstraße kommen. Im dortigen Stadtteilzentrum könnten sie weitershoppen oder die Gastronomie besuchen. Raths Mitte würde wirtschaftlich profitieren.“ Diese positiven Effekte blieben bei einem reduzierten Einzelmöbelhaus mit Hochregal-Lager aus.

Appell an Krieger
Schentek und Fils appellieren an Unternehmens-Chef Kurt Krieger: „Kehren Sie zu dem vereinbarten  Bebauungsplanentwurf zurück und willigen Sie in die Umsetzung ein. Hier liegt ein guter Kompromiss zwischen Ihren Interessen und denen von Stadt und Stadtteil.“