CDU macht Druck: Trauerweide als Einzelbaum vor Schloss Benrath

Aktuelle Grösse: 100%

CDU macht Druck: Trauerweide als Einzelbaum vor Schloss Benrath

Rüdiger Gutt und Bettina Wiedbrauk: „OB Geisel soll dem Bürgerwillen folgen“
23.02.2016 |
Rüdiger Gutt und Bettina Wiedbrauk

Die CDU-Ratsfraktion drängt auf eine bürgernahe Lösung für die Baumpflanzung auf der Weiherinsel vor Schloss Benrath. In der kommenden Ratssitzung am 10. März 2016 wird sie OB Geisel per Antrag auffordern, lediglich eine einzelne Trauerweide nachpflanzen zu lassen. Die Maßnahme gehört zum geplanten Wiederaufbau von Schlosspark Benrath nach den „Ela“-Sturmschäden.

Fraktionsvorsitzender Rüdiger Gutt: „Wir möchten eine Entscheidung, die von den Menschen im Düsseldorfer Süden mitgetragen wird. Die Bevölkerung wünscht sich wieder eine Trauerweide als Einzelbaum auf der Insel – keine Doppelbepflanzung. So sollte auch der Auftrag von OB Geisel an seine Verwaltung lauten. Das will die CDU jetzt festzurren.“

Gutachten als Auslöser
Die Fraktion reagiert damit auf eine monatelange öffentliche Diskussion. Die Debatte war durch ein denkmalpflegerisches Gutachten ausgelöst worden, das die Stadtverwaltung bei einem Landschaftsarchitekten in Auftrag gegeben hatte. Darin wird empfohlen, nach historischem Vorbild zwei Bäume auf der Insel im Schlossweiher zu pflanzen: eine Trauerweide und eine Pappel. Dem hatten sich auch SPD, Grüne und FDP im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen angeschlossen.

CDU will Fakten schaffen
Rüdiger Gutt sieht nun den OB in der Verantwortung: „Der Oberbürgermeister ist am Zug: Als oberster Chef der städtischen Denkmalbehörde kann er frei für die Einzeltrauerweide entscheiden. Wir wundern uns, warum Geisel seit Monaten zögert. Er hätte dem Hin und Her längst ein Ende setzen können. Mit dem CDU-Antrag wollen wir jetzt Fakten schaffen.“

Politik gegen Bürgerwillen
Ratsfrau Bettina Wiedbrauk, zuständig für Benrath, hätte sich von Anfang an mehr Bürgerbeteiligung gewünscht: „Vor Ort ist viel Porzellan zerschlagen worden. Stadtspitze und Verwaltung haben teilweise Politik gegen den Bürgerwillen gemacht.“