Ausschüttung Messe: Geisel weiter auf Kampfkurs

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Ausschüttung Messe: Geisel weiter auf Kampfkurs

Andreas Hartnigk
Andreas Hartnigk: „OB Geisels Umgang mit dem Aufsichtsrat der Messe ist schlechter Stil.“
06.06.2017 |
Andreas Hartnigk

Die CDU-Ratsfraktion kritisiert den Umgang von Oberbürgermeister Thomas Geisel mit dem Aufsichtsrat der Messe. Über dessen Beschluss zur Höhe der Gewinnausschüttung an die Stadt hat sich der OB laut Medienbericht hinweggesetzt. In den Augen der CDU bleibt Geisel damit auf Kampfkurs: Sein Geldhunger belaste weiter das Verhältnis zwischen der Stadt und ihren Töchtern bzw. Beteiligungsgesellschaften, aber auch dem Land NRW.

Fraktionsvize Andreas Hartnigk: „Unerhört, dass Geisel das ursprüngliche Votum des Messe-Aufsichtsrats über eine Ausschüttung von 6,5 Millionen Euro für 2017 eigenmächtig gekippt hat. Das ist schlechter Stil und zerstört Vertrauen. Wieder holt der OB im Umgang mit Firmen und Institutionen im städtischen Netzwerk den Hammer raus. Die Scherben dabei bringen allerdings kein Glück.“

Hartnigk erinnert an den monatelangen Sparkassen-Streit, durch den zwei Vorstandsmitglieder am Ende gehen mussten: „Für das Image der Düsseldorfer Stadtsparkasse war das Hickhack um die Höhe der Gewinnausschüttung fatal.“

Bei Messe und Flughafen habe Geisel Druck wegen der Finanzierung des Grand Départ gemacht: „Für das Tour-Sponsoring sollte eigentlich die private Wirtschaft zuständig sein. Stattdessen wurden erst die Messe und der Flughafen, später noch Stadtwerke, Rheinbahn und Awista angebohrt“, so Hartnigk. Das Engagement der Wirtschaft dagegen schwächle anscheinend. „Letzte Woche erfahren wir aus der Presse, dass bislang erst weniger als die Hälfte der VIP-Tickets verkauft wurden. Das gibt zu denken.“