Antrag: Kampagne „Coffee to go again“ auch in Düsseldorf starten

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Antrag: Kampagne „Coffee to go again“ auch in Düsseldorf starten

27.04.2017 | Rüdiger Gutt
Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, in Gesprächen mit dem Einzelhandelsverband Düsseldorf und weiteren Akteuren/Institutionen zu prüfen, wie die Kampagne „Coffee to go again“ auch in Düsseldorf gestartet werden kann.

Begründung:

Der jährliche Verbrauch von Einwegbechern wird deutschlandweit auf rund 106.000 Tonnen geschätzt, umgerechnet etwa 60 Getränkebecher pro Kopf für Heiß- und Kaltgetränke – inkl. Deckel und Rührstäbchen.

Auf Düsseldorf übertragen sind dies rund 36 Millionen Becher jährlich. Damit haben die „To go“-Becher die Plastiktüte als größten Abfallverursacher im Alltag überholt. Unser aller Ziel sollte es sein, diesen Verbrauch zu senken und die Müllmenge in Düsseldorf zu verringern.

Die Landeshauptstadt hat in den letzten Jahren versucht, das Bewusstsein der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer für Abfallvermeidung zu schärfen – u. a. durch die Aktion „Einfach mehrfach. Mein Becher. Mein Kaffee. Kein Abfall!“ von 2015. Leider konnte damit kein nachhaltiger Erfolg erzielt werden.

Eine Initiative aus München hat nun die Kampagne „Coffee to go again“ entwickelt. Das Konzept setzt dabei auf Freiwilligkeit – auf Anbieter- und Kundenseite. Kaffee-Shops, Bäckereien und andere Verkaufsstellen bieten an, dass Gäste eigene Getränkebecher mitbringen können. Die einzelnen Händler machen durch ein einheitliches Kampagnenlogo auf die Aktion aufmerksam. Darüber hinaus könnten Kundinnen und Kunden, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, besonders belohnt werden. In einer späteren Phase wäre auch denkbar, ein hauseigenes Pfand- und Rückgabesystem einzurichten.

350 Cafés und Bäckereien in ganz Deutschland sind bereits dabei. In Regensburg, Erlangen und Castrop-Rauxel wird „Coffee to go again“ als Modell von Stadt und Anbieterinnen und Anbietern umgesetzt.

Die CDU-Ratsfraktion tritt dafür ein, Müll möglichst zu vermeiden und Maßnahmen auf freiwilliger Basis zum Verzicht auf Einwegverpackungen zu unterstützen. Daher möchten wir in Gesprächen mit dem Einzelhandelsverband prüfen lassen, welche Möglichkeiten bestehen.